20 Dezember 2011

In eigener Sache – jetzt wird’s ernst

Nachdem letztens eine spirituell sicherlich einwandfreie Person eine absolut treffende Ferndiagnose zu meiner Person gestellt hat, will ich mir mal diesen seinen Vorschlag aneignen und mein Seelenheil in der Erstellung weiterer absolut sinnloser Schriftstücke suchen.

Aber wie schon meine längs der nächtlichen landeshauptstädtlichen Schlachthofstrasse und offensichtlich unter Insomnie leidenden guten alten Zuruferinnen zu sagen pflegen: „Ciao Bello, vieni con me?“ und natürlich meinen: „Fir nix gibs nix“.

Und deshalb ergeht hier und jetzt mal wieder der Aufruf, die auf dieser Seite vorhandenen Links zu den verschiedenen Seiten anzuklicken und durch diese eure Aktion dazu beizutragen, durch Füllung meines Geldbörserls meine Stimmung deutlich zu heben und somit die für das neue Jahr anstehenden zukunftsweisenden Aktionen zu ermöglichen – natürlich nur, wenn die Mayas mit ihrer Weltuntergangs-Vorhersage nicht doch noch Recht behalten.

Dieser Aufruf ergeht besonders an die sich in Mutterschaft befindlichen Mitbürgerinnen, welche im Laufe ihres sicherlich anstrengenden Tages bestimmt ein paar Minuten für das Anklicken dieser Links aufbringen können. Und ja: die Links sind auch während des Stillens aktiv und es ist auch nichts Verwerfliches dabei, den eigenen Sprössling mit dieser höchst ehrenwerten Aufgabe zu betrauen – die haben eh mehr Ausdauer…

29 August 2011

Ab in den Süden – 29. August 2011

Werte Landsmänner und Landsmännerinnen. Wie ich Euch beneide!!!

Ihr sitzt wahrscheinlich entspannt in euren klimatisierten Büros auf ergonomisch geformten Bürostühlen, während ich bei Schweiß treibenden 37 Grad gefühlte Ewigkeiten - auf 20 Quadratzentimetern sitzend - unendlich lange Sandstrände entlangtrete, nichts anderes sehend als Sand und Meer – und so manches leicht bekleidete Mädchen…

Und leicht bekleidete Mädchen sind hier massig vorhanden – nicht nur der Anzahl wegen… Da denkt man gerne an Johanna, welche mit ihrer wahrlich raren Schönheit eine Bereicherung eines jeden sizilianischen Strandes wäre :-)

Hier einige Eindrücke aus der Gegend. Sicherlich könnt ihr meine Pein verstehen :-)

Ab in den Süden - Teil 1


23 August 2011

Ab in den Süden – 23. August 2011

Tina ist da!!! Heute ist Tina angekommen – ganz wie versprochen. Also rasch runter in die Stadt zur Wiedersehensfeier.

Scheinbar war die Reise aufregend und ist ihr auf den Magen bzw. die Kette geschlagen. Wie bitte kommt ein Knoten in eine Kette?!?

Nachdem ich mit Unterstützung meiner Reisebegleitung Rad samt Karton die ca. 230 Stufen zu unserem Domizil heraufgeschleppt hatte, gings mal ans Grübeln und Studieren. Doch auch nach geraumer Zeit des Fummelns war der Knoten immer noch in der Kette…

Was blieb anderes übrig, als einen örtlichen Fahrraddoktor um Rat zu fragen? Wenn’s diesen geben würde – 60.000 Einwohner und keine Fahrradwerkstätte…

Nach einigen Telefonaten bei Personen, die jemanden kennen, deren Bruders Schwager irgendjemand kennt, der sich mit Fahrrädern beschäftigt, stand mein Mann auch schon vor der Tür – DER autodidaktische Selfmade-Fahrrad-Guru Modica’s :-)

Leider waren auch seine Anstrengungen nicht von Erfolg gekrönt, den Knoten aus der Kette hat er zwar unter Zuhilfenahme des Kettennieters entfernt, der Kettenspanner war aber nicht mehr dazu zu bewegen, die Kette zu spannen…

Aber er wusste die Lösung: in Pozzallo – ca. 20 Km von Modica entfernt – da gibt’s einen, der kennt sich sicherlich aus. Und da er als Autodidakt immer dazulernen will, fährt er mich samt Tina runter und auch wieder rauf – all diese Freundlichkeit werde ich schon meiner sympathischen Ausstrahlung zu verdanken haben…

Immerhin, der Mann in Pozzallo hat mich bzw. Tina von unseren Leiden erlöst, und Fabio,der Autodidakt, mich wieder – kostenlos – nach Modica gebracht – eine sympathische Ausstrahlung ist eben Goldes wert :-)

22 August 2011

Ab in den Süden – 22. August 2011

Heute ging’s also ab in den Süden, voraussichtlicher Abflug um 14.00 Uhr ab Verona – voraussichtlich. Geworden sind es drei Stunden Verspätung, keine Ahnung wieso oder weshalb. Macht ja nix, bei 4 Wochen Urlaub fallen drei Stunden ja nicht unbedingt ins Gewicht :-)

Zur Begrüßung gab’s in Catania schon mal einen spektakulären Sonnenuntergang – hat das Warten auf den Linienbus ungemein verkürzt.

Glücklicherweise war unser Busfahrer ein ungemein erfahrener Mann, welcher Zigaretten rauchend, mit dem Mobilfunktelefon jonglierend und in frenetischer Weise die Lichthupe bedienend, so manches langsameres bzw. sich an die Strassenverkehrsordnung haltende Vehikel aus dem Weg räumte – Willkommen auf Sizilien und willkommen meine ersten sizilianischen Schweißausbrüche :-)

Gegen zehn Ankunft in Modica – dort wo’s die gute Schokolade gibt :-) - wo uns Saro – gut gelaunt wie immer – in Empfang nahm. Endlich angekommen…

Tina war in der Zwischenzeit in Bologna angekommen und auch schon wieder Richtung Catania gestartet – sieht verry gut aus :-)

19 August 2011

Tage der Planlosigkeit: 12. Juli 2010 - Von Governolo nach Bologna

Kennt jemand Nonantola? Oder Castelfranco Emiliano? Ich schon. Seit heute. Ist sowas wie mein persönliches Waterloo.

Ein gewisser Herr Regionenminister sollte mal ein bisschen durch das restliche Italien wandern, bevor er sich über die einsprachige Wegebeschilderung in Südtirol aufregt - zumindest gibts eine Beschilderung...

Nach dutzenden unnützen Kilometern durch die Pampa der Poebene bei gefühlten 50 Grad im Schatten, ist mir die Lust auf den Appennin gründlichst vergangen. Habe mich irgendwie nach Bologna (sicherheitshalber mit dem Zug zur Vorbeugung gröberer Tobsuchtsanfälle) durchgeschlagen und mir ein nettes Zimmer zur Aufmunterung der geschundenen Seele gesucht. Morgen bekommt Tina einen Schlafsack und dann gehts per Zug nach Sizilien (war ein Befahl vom obersten Generalstabskommando…). Denn wenn die Radwege-Situation im "zivilisierten" Norden schon so hoffnungslos ist, trau ich mich an den Süden erst gar nicht zu denken...

Das Zimmer war übrigens sehr nett, samt Dusche mit eingebautem Farbspiel zur Entspannung – habe ich in der Zwischenzeit bei mir auch eingebaut ;-)

Ab in den Süden – 19. August 2011

Nun war es soweit. Nach unendlich erscheinenden Wochen und Tagen war er endlich da: der letzte Arbeitstag vor meinem langen Sommerurlaub.

Einer alten Tradition folgend, gab es natürlich eine Einladung zu einem kleinen Abschiedsumtrunk für alle meine Mitarbeiter – was mir und meiner Geldbörse bei insgesamt 4 Anwesenden auch gar nicht schwer fiel :-)

Tina hatte sich schun zu Mittag auf den langen Weg in das südlichste Süditalien bzw. das nördlichste Nordafrika gemacht. Wenn alles nach Plan läuft bzw. Poste italiane ihr Versprechen halten, gibt es am Dienstag ein Wiedersehen in Modica.

Stimmt, wie letztes Jahr ist auch heuer wiederum Sizilien das Ziel aller (Urlaubs)träume, diesmal jedoch per Flugzeug – aus Erfahrung sollte man ja bekanntlich klug werden…

Aber wie war das überhaupt in jenen verhängnisvollen Tagen im Sommer 2010, als ein blonder Jüngling den Stiefelstaat mit seinem Rad bezwingen wollte und Tiroler Schweiß den Boden norditalienischer Pseudoradwege tränkte? Wagen wir eine Blick zurück.

10 Juli 2011

Untergetaucht


Meine liebsten Freunde, Bekannte, Verwandte, ehemalige Arbeitskollegen, derzeitige Arbeitskollegen und zukünftige Arbeitskollegen, meine geschätzten Freunde des guten Essens und Trinkens, werte Hardcore-power-walking-Begleiter und Begleiterinnen, Leser und Leserinnen dieser Zeilen und Mair’sche Launen-Ertrager und Ertragerinnen!

Euch allen ein herzliches Dankeschön für eure Glückwünsche zu meinem jüngsten Geburtstag, dem 38sten in der Zwischenzeit.


Es erfüllt mich stets mit größter Freude, dass ihr euch alljährlich am 9. Juli meiner besinnt und mich mit euren Kurznachrichten an die unerbittlich vorbeirauschenden Jahre
erinnert.


Gemäß meinem Credo: “Schenk nichts den Mobilfunkbetreibern“, gab’s auch dieses Jahr schändlicherweise keine Antwort-SMS – ein richtiger Tiroler Schädel kann eben hart wie Eggentaler Porphyr sein :-)

Ein besonderes Dankeschön geht an die 6.05 Uhr-Dame, welche sogar den Wecker gestellt hat, damit sie mich pünktlich zu meiner Geburtszeit gratulieren kann. Habe mich in der Zwischenzeit genauer bei der Hauptdarstellerin des 9. Juli 1973 erkundigt, war wohl doch eher gegen 9.00 Uhr… Ich glaub, da bin ich was schuldig…

Dieses Jahr kamen die Glückwünsche aus aller Welt - sogar im Land der Geysire und auf Sardinien wurde an mich gedacht. Da ist man dann doch gerührt.

Und natürlich Johanna’s SMS. Werde die Worte 2105-mal gelesen haben, und auch das 2105te Mal gab’s noch das große Kribbeln… An dieser Stelle somit einen dicken Kuss für Johanna ;-)

Soviel Anteilnahme an meinem 38er darf natürlich nicht unbelohnt bleiben. Deshalb sind alle SMS-Verfasser, von der kürzesten („Ols Guate“) bis zur längsten (war so lang, dass sie erst einen Tag später eingetroffen ist :-)), am Samstag, den 30. Juli in die Mair Wies‘n geladen. Nähere Infos direkt bei mir – meine Nummer habt ihr ja :-)

Danke nochmals und hoffentlich bis am 30.

11 Juli 2010

Tage der Planlosigkeit: 11. Juli 2010 - Von Bussolengo nach Governolo

Fruehmorgens um 7.00 Uhr gings weiter, obwohl es sicherlich interessant gewesen waere, die offenherzigen Wirtstoechter in ihrem Sonntagsgewaendchen zu sehen :-) Bei diesen Temperaturen sind die Morgenstunden aber Goldes wert.
Da ich den weiteren Verlauf des Radweges schon am Vorabend aus den Augen verloren hatte, gings mal ganz unmotiviert durch die Gegend. Schliesslich traf ich auf den Radweg Richtung Verona, und rein theoretisch liegt das ja auch suedlich.
Nach einigen Kilometern war ich in Verona angekommen, wo es mal zum genuesslichen Fruehstuecken im Schatten der Arena ging.
Und hier nahm das Unglueck dann auch seinen Lauf - Verona ist eben die Stadt in der Tragoedien angesiedelt sind... Ungefaehr 4 Stunden vergingen, bis ich endlich wieder aus der Stadt draussen war...
Und hier meine erste Weisheit fuer Radfernreisen: Halte dich von Staedten fern - unnoetiger Zeitverlust.
Gegen 13.00 Uhr war ich in Valeggio sul Mincio angekommen, von wo weg ich auf meinen erstanden Reisefuehrer mit dem klangvollen Namen "Ciclopista del Sole - in bicicletta dal lago di Garda a Firenze" zaehlen konnte. Dieser kann uebrigens gegen einen kleinen Unkostenbeitrag bei mir ausgeliehen werden ;-)
Laengs des Mincio gings also Richtung Mantua, wo ja auch ein anderer beruehmter Sued-Tiroler begraben liegt. Der Radweg selbst ist ungefaehr so interessant wie der Radweg zwischen Bozen und Salurn - Abwechslung ist hier nicht vorhanden.
Mantua ist aber sicherlich einen Abstecher wert, bereits der Anblick der beiden Stadtseen lassen Urlaubsstimmung aufkommen :-)
Leider hatte wurde meine erste Radfahrerweisheit zur Gaenze bestaetigt, aber mit Hilfe meines Radfuehrers und meines Kilometerzaehlers wurde es dann doch was.
Und hier meine zweite Radfernreisenweisheit: suedlich der Salurner Klause existiert keine Mindestbreite fuer Radwege. ruhig mal dem Fuehrer vertrauen...
Immer auf dem Damm des Mincio gings Richtung Sueden, bis es mal wieder Zeit zur Herbergsuche wurde - diesmal in Governolo.
Nach einer kurzen Tour durch das Dorf Panik pur: gibs hier ueberhaupt eine Absteige? Der freundlichen Unterstuetzung einiger Einheimischer ist es zu verdanken, dass ich das "Maison des amis" gefunden habe, diesmal wohl Kategorie "Stundenmotel"...
Ueber das Zimmer wollen wir mal keine Worte verschwenden, das Essen war aber sehr bereichernd: Kuerbis-Tortelli mit Salsiccia Mantovese war eine sehr interessante Kombination, die Tagliata auch gut. Sehr gut: Lanbrusco mantovano. 30€ sind hier sicherlich akzeptabel.




20100711 - Von Bussolengo nach Governolo