30 Juli 2006

Ein wirklich aufmerksamer Zeitgenosse hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass die Via Claudia Augusta nicht über den Brenner, sondern über den Reschenpass führt - recht hat er. Also zur Information: die letzte Etappe meiner Radtour führte mich von Landeck längs der Via Claudia Augusta über den Reschenpass nach Italien. Hier der Beweis



Bin gerade dabei, das Für und Wieder einer erneuten Radreise in meiner letzten Urlaubswoche abzuwägen. Dass mir die Datenaufzeichnung des Großglockners fehlt, wurmt mich doch einigermaßen. Werde nochmal darüber schlafen und Morgen kurzfristig entscheiden. Mir schwebt derzeit flogende Tour vor: Bozen-Lienz-Großglockner-Salzachtal-Gerlospass-Zillertal-Innsbruck-Ötztal-Timmelsjoch-Passeiertal-Bozen. Muss noch genauer die Km berechnen, spätestens Freitag möchte ich zurück sein, damit ich mich auf meine Arbeit vorbereiten kann ;-)

Heiligenblut

Am Hochtor

Da die verschiedenen Fotos doch ziemlich Speicher verbraten, findet ihr auf der rechten Menüleiste den Link zu den Fotos (1 Monat lang aktiv).

26 Juli 2006

Bin heute um 21.25 Uhr wieder zu Hause angekommen - endlich wieder ein funktionierender Internet-Anschluss. Hätte mir nie gedacht, dass es im Jahr 2006 so schwierig sein kann, Zugriff ins weltweite Netz zu erhalten...
Heute ging die letzte Etappe von Landeck nach Bozen und sie gestaltete sich besonders auf der österreichischen Seite als sehr schwierig - die Beschilderung war mal wieder sehr "vage". Gestern auch die erste größere Panne auf meiner Reise: am Hinterrad war eine Speiche gebrochen, jeweils eine halbe Umdrehung schleifte die Felge also beim Bremsklotz. Der Schaden war erst um 10.30 Uhr behoben, was meinen Zeitplan doch ein wenig über den Haufen warf. Trotzdem war ich guten Mutes und wollte auch meinen Wissensdurst etwas stillen: die Via Claudia Augusta sollte es sein, ein gut 2000 Jahre alter Alpenübergang über den Brenner. Leider traten einige Probleme auf (siehe Oben im Teil mit dem Wörtchen "vage"), nach ettlichen Schiebepassagen erreichte ichNauders erst um ca. 15.00 Uhr und von dort sind es noch eingie Km bis Bozen...
Im Großen und Ganzen bin ich von der Tour begeistert, besonders die Großglockner-Hochalpenstraße wird einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Weiters ist Salzburg sicher einen weiteren Abstecher wert, diesmal fehlte einfach die Zeit, um die Stadt genauer unter die Lupe zu nehmen. Auch die Oberbayerischen Seen (Chiemsee, Simsee, Wagginger See,...) waren Höhepunkte der Reise. Absoluter Höhepunkt war aber sicherlich der gr0ße Festumzug am Sonntag in Bad Endorf. So viele "Fans" habe ich in meiner 10-jährigen Karriere selten erlebt [auch das Fest (und hier besonders das Bier) war vorzüglich].
Und jetzt das Beste zum Schluss: mein Fahrtenschreiber hat einen Speicher von 64 Stunden. Sind die um,werden alle im Speicher befindlichen Daten gelöscht - so auch meine Tour über den Glockner :-(. Na ja, ich habe ja noch einige Tage, wer weiss...
Grüße derweilen, Fotos werde ich euch bald zeigen.

19 Juli 2006

Endlich habe ich einen öffentlichen Internet-Zugang gefunden - wahrlich, eine schwierige Angelegenheit in Österreich.
Meine Reise hat zu guter Schluss eine leichte Änderung durchgemacht, d.h. die erste Etappe ging nach Sappada. Schatzi hat beschlossen, einige Tage nach Sizilien zu fliegen, also wollte ich ihr unbedingt noch einen Abschiedskuss auf die Wange drücken ;-)
Gestern ging es also von Sappada bis nach Lienz (nette Stadt, interessantes Nachtleben) und heute stand die "Königsetappe" meiner Tour 2006 auf dem Programm: der Großglockner (na ja, ganz rauf bin ich natürlich nicht). Wahnsinn sage ich euch - Wahnsinnsaussicht, Wahnsinnsverkehr, Wahnsinnsgeschinde (zumindest für mich). Habe ca. 50 Fotos geschossen, nach dem Aussortieren werde ich sie online stellen. Noch etwas hat mich der heutige Tag gelehrt: wenn es in einer Tourbeschreibung heisst, das Hochtor ist mit 2505 m der höchste Punkt der Tour, muss es nicht heissen, dass danach keine Steigung mehr kommt :-(.

Grüße nach Bozen und denkt daran: diese WE Schützenfest in Bad Endorf

17 Juli 2006

Es ist soweit, in Kürze breche ich nach Lienz in Osttirol, meiner ersten Etappe Richtung Chiemsee auf. Bis nach Lienz sind es ungefähr 150 km, wobei es ab Toblach immer leicht bergab geht.
Das Wetter scheint auch mitzuspielen, einer schönen Tour steht also nichts mehr im Wege. Natürlich werde ich versuchen, euch während meiner Reise auf dem Laufenden zu halten. Sobald ich auf einen Internetpoint treffe, werde ich meine Gedanken hier veröffentlichen (während so einer Fahrt hat man ja viel Zeit, sich seine Gedanken über Gott und die Welt zu machen).
Grüße derweilen, wer dieses Wochenende noch nichts vorhat: Schützenfest in Bad Endorf am Chiemsee ;-)

15 Juli 2006

Gestern bin ich also wieder zu Hause angelangt. Habe meinen Urlaub in Sappada zu guter Letzt doch um einen weiteren Tag verlängert und eine wunderschöne Tour im Comelico Superiore unternommen (Kategorie: für waschechte Tiroler). Tourdaten (Kilometerzähler defekt) und Fotos (miserabler Fotograf) gibt es diesmal keine, werde mich aber befleißen, anlässlich der nächsten Tour(en) wieder was Interessantes zusammen zu stellen.
Die Vorbereitungen für die Fahrt zum Chiemsee laufen schon auf Hochtouren, in der Zwischenzeit stehen auch die Etappen so halbwegs fest:

1. Etappe: Bozen – Lienz
2. Etappe: Lienz – Zell am See
3. Etappe: Zell am See – Salzburg
4. Etappe: Salzburg – Chiemsee

Für die Zweite Etappe bin ich noch unentschlossen, ob ich mich an den Großglockner wagen soll. Derzeit fühle ich mich ein bisserl schlapp, die 5 Tage in Sappada waren doch etwas anstrengend ;-).

Grüße derweilen an alle Hinterbliebenen, falls mich jemand auf einer der Etappen begleiten will - einfach was hören lassen.


12 Juli 2006

Nun ist auch die Fussballweltmeisterschaft 2006 Geschichte. Ich habe es vorgezogen, das Finale in einem italienischen Bergdorf anzusehen und somit dem ganzen Trubel in Bozen zu entgehen. Und wahrlich - kein Gehupe, keine Autokorsos, keine groehlende Menschenmenge - einfach Ruhe pur...
Mit meinem Expertentip (7-0 für Frankreich) lag ich wohl ein bisschen daneben, das Finale hat aber zwei Fragen in mir aufggeworfen:
  1. der Einzige, der seinen Elfmeter nicht versenkt hat, spielt bei einem Verein, der gerade wegen unerlaubter Absprachen vor Gericht steht - Zufall oder reicht das "sistema Moggi" bis in die Sphaeren einer Fussball-WM?
  2. im Finale stand ausser dem Schiedsrichter in den Reihen der spaeteren Sieger ein weiterer "Argentinier" auf dem Platz...

Was solls, vorbei ist vorbei, bei der nächsten EM wird Oesterreich mitspielen und dem Rest Fußball-Europas das Fürchten lehren ;-).

Gestern ging es mal wieder mit dem Rad hinauf zu den Quellen des Piave (meiner Ansicht nach entspringt er aus einem Gartenschlauch) - dem heiligen Fluss der Italiener. Fotos und Tourdaten stelle ich demnächst zur Verfügung.

Morgen geht es dann wieder Richtung Heimat, die Route ist noch komplett offen, schaun wir mal wie Morgen das Befinden ist, dann sehen wir weiter.

Grüsse derweilen, bis demnächst auf dieser Seite.


Und da war noch die Familie, die sich in heller Vorfreude vom Verkäufer die falsche Fahne andrehen ließ ;-)