29 August 2006

Aus radfahrerischer Sicht war das letzte Wochenende ein ziemlicher Schlag ins Wasser. Schon am Freitag als ich nach der Arbeit nach Hause fuhr, haben sich mal wieder 2 Speichen des Hinterrades verabschiedet. Glücklicherweise behob der Mechaniker meines Vertrauens (Rewel in Rentsch) noch am Abend den Schaden. Bei der Begleichung der Rechnung kam ich auch auf die geniale Idee, meinem Gesäß etwas Gutes zu tun und mir einen neuen Fahrradsattel zu leisten – der alte hat ja auch schon über 30000 km auf dem Buckel…
Zwischen Reparatur des Hinterrades, Montage des neuen Sattels und Vorbereitungen zur Abfahrt Richtung Sappada waren gar einige Stunden vergangen, somit traf ich erst nach 22.00 Uhr in Sappada ein.
Da am Samstag das Wetter nicht allzu gut war, beschloss ich meine „Staller-Sattel-Rundfahrt“ zu verschieben und stattdessen eine kleinere Runde um Sappada zu drehen. Beim Aufstieg zu den „Quellen des Piave“ löste sich plötzlich der Sattel und er ließ sich auch nicht mehr befestigen - die Befestigungsteile waren wohl nicht ganz kompatibel. Glücklicherweise hatte ich in weiser Voraussicht den alten Sattel mitgenommen.
Am Abend fuhr ich dann nach Antholz Mittertal zum Schützenfest, wo mich schon die Kameraden erwarteten. Kurzum, es wurde eine sehr anstrengende und aufregende Geschichte.
Am nächsten Tag fand dann die Wiedergründungsfeier der SK Rasen-Antholz statt. Glücklicherweise wurden vom Weißen Kreuz Wasserflaschen verteilt – der Durst war doch sehr groß ;-). Hier ein paar Fotos von der Wiedergründungsfeier.

Noch ein kurzer Zwischenstand zu meiner Wette: 6007 Km, 38120 Hm, 260,30 Stunden auf dem Fahrradsattel verbracht.

23 August 2006

Langsam nährt sich wieder das Wochenende, es verspricht sehr interessant und intensiv zu werden - endlich mal wieder ein zünftiges Schützenfest.
Im Antholzer Tal wird eine Schützenkompanie wieder gegründet. Dazu feiert die neugegründete Kompanie ein großes Zeltfest (das Festprogramm findet man auf der Hp des SSB www.schuetzen.com).
Ich nehme dabei auch die Gelegenheit wahr, um eine Radtour in diesem Gebiet zu unternehmen: Staller Sattel - Defereggental - Lienz und durchs Pustertal zurück nach Antholz.

Die Burg Karneid kann noch in den Monaten September und Oktober besichtigt werden. Es ist eine der schönsten Burgen in Südtirol und sicherlich einen Besuch wert. Hier seht ihr derweilen ein Foto des Innenhofes, vielleicht kommt ihr auf den Geschmack ;-)

16 August 2006

Endlich habe ich wieder die Zeit und die Möglichkeit gefunden, einen neuen Eintrag in meinem Blog zu veröffentlichen.
Das verlängerte Wochenende habe ich in Sappada verbracht, günstigerweise findet dort vom 11. bis zum 19. August das 16. Bierfest statt (http://www.festadellabirrasappada.info/), diese Gelegenheit konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Zu guter Letzt war ich doch nur am Samstag auf dem Fest, mit dem Alter verlängert sich eben die Erholungsphase ;-). Sicherlich war dies das erste Fest seit x-Jahren das ich besucht habe, auf dem nicht „Dem Land Tirol die Treue“ gespielt wurde. Dafür sang der berühmte italienische Sänge Omar Lambertini die 40 größten italienischen Hits der letzten 70 Jahre – leider haben es diese Hits nie über die Salurner Klause geschafft – ich stand also ziemlich bedeppert da, während die anderen Festteilnehmer mitschunkelten und einige sogar mitgröhlten (auch außerhalb von Südtirol trinkt so mancher über dem Durst)…
Leider war auch in Sappada das Wetter sehr unbeständig und kalt, die Lust auf eine Radtour verging mir ziemlich schnell bei diesen Temperaturen.
Am Dienstag wurde ein Abstecher nach Österreich und zwar nach Kärnten unternommen. Durch das Lesachtal fuhren wir nach Kötschach-Mauthen und weiter nach St. Daniel im Gailtal, wo ich voriges Jahr anlässlich meiner Wörthersee-Tour übernachtet habe. Natürlich wurde beim Gasthof Grünwald (http://gruenwald.dellach.at/) zu Mittag gegessen, wer mal in dieser Gegend ist, muss unbedingt die hausgemachten Kärntner Nudeln (eine Art große Schlutzer mit verschiedenen Füllungen) probieren. Danach sollte man sich sportlich betätigen, die Kärntner Nudeln zählen nicht unbedingt zur leichten Kost…
Auf dem Rückweg wurde Innichen ein kurzer Besuch abgestattet. Es ist schon gewaltig, was hier den Touristen so geboten wird: auf dem Dorfplatz ein kleines Fest und sogar eine italienische Musikgruppe für die zahlreichen italienischen Touristen. Wollen wir mal hoffen, dass in Zukunft nicht die Chinesen die stärkste Gruppe stellen – wo bekommt man heutzutage schon eine chinesische Volksmusikgruppe her…
Ich möchte hier auch die Gelegenheit nutzen, um mit einem weit verbreiteten Vorurteil aufzuräumen: viele der Carabinieri-Witze entsprechen nicht der Realität. Als ich mich heute in aller Herrgottsfrüh auf dem Nachhauseweg befand, waren um 6.05 Uhr die Carabinieri in Moos schon auf den Beinen und sorgten für Recht und Ordnung, bzw. saßen im Auto und betrachteten die vorbeifahrenden Autos. Irgendwie habe ich das blöde Gefühl, dass ich demnächst ein Foto erhalte, welches bestätigt, dass ich zur Gruppe der Frühaufsteher gehöre :-(.

Grüße derweilen, sobald es was Neues gibt, werde ich es euch mitteilen

Keine Seltenheit an diesem Wochenende, ein Regenbogen über Sappada

07 August 2006

Geschafft - der erste Arbeitstag seit dem 30. Juni ist Geschichte.

Da der Mensch bekanntermaßen ein Gewohnheitstier ist, habe ich auch die guten alten Gewohnheiten aufgegriffen: Wecker um 5.45 Uhr, um 6.00 Uhr rauf aufs Rad, nach Girlan und zurück, unter die Dusche, Frühstücken, wiederum aufs Rad, in die Rittner Straße Nr. 13, einen Kaffee in der Raiba, eine Beruhigungszigarette, Stempelkarte aus der Brieftasche und rein in den Schlitz der Stempeluhr, Aufzug besteigen, rauf in den 5. Stock (welches war gleich noch mein Büro?), ein schnelles Hallo an die Kollegen und mit vollem Tatendrang ran an die Arbeit.

Nachdem die ersten Probleme bewältigt waren (so ziemlich alle Passwörter an meinem PC waren abgelaufen, es standen mir keine Office-Anwendungen zur Verfügung) und so langsam die Normalität zurückkehrte, betrat die Sonne in Gestalt unserer liebreizenden Sekretärin das Büro. Ihre strahlend blauen Augen erinnerten mich an das klare Wasser des Chiemsees und ihre güldenen Haare an die letzte Maß Bier im Festzelt – Wehmutbegann mich zu erfassen, als ich an Lienz, den Jungfernsprung im Mölltal, dem Großglockner, das Saalachtal, Salzburg, dem Cheimsee und Rattenberg dachte - doch schön war er, mein Urlaub.
Und in diesem Sinne, ab in die Rinne - Prost

04 August 2006

Hallöchen, nun geht auch meine letzte Urlaubswoche ihrem Ende zu. Zu guter Letzt habe ich diese Woche trotzdem zu Hause (auch wetterbedingt) verbracht, ganz nach dem Motto: es gibt viel zu Tun - packen wir's an.
Bis Heute hat auch mein Internet-Anschluss nicht funktioniert, nach endlosen Gesprächen mit der 187-Nummer der Telecom habe ich es Heute geschafft, einen kompetenten Gesprächspartner an die Strippe zu kriegen. Der hat mir glaubhaft versichert, der Fehler liegt auf meiner Seite - recht hatte er... Einer der in den letzten Tagen niedergegangenen Blitze hat wohl mein DLan-Netz (Datenübertragung über das hauseigene Stromnetz) über den Jordan befördert... Jetzt liegen zwar wieder fliegende Leitungen auf dem Boden herum, zumindest habe ich wieder Zugriff auf mein geliebtes Internet ;-)
Für alle die mitzittern, mich anfeuern, mich unterstützen: mein Km-Zähler zeigt derzeit knapp 4950 Km an, zum Gewinn eines 6-monatigen Brasilien-Aufenthaltes fehlen also noch ungefähr 3000 km. Bekanntlich ist die Hoffnung ja die Letzte die stirbt ;-).
Grüße und bis bald.