26 Dezember 2006

Hast du zu kalt, bist du zu schwach

Diese Feiertage hab ich ausgenutzt, um mal wieder mein Rad zu satteln und einige längere Touren zu unternehmen – ganz nach dem Motto:
hast du zu kalt, bist du zu schwach
oder aber auch:
Kälte ist nur ein Gefühl und wahre Männer kennen keine Gefühle
oder besser noch :
habe die Sonne im Herzen und du wirst niemals frieren ;-)

Schönste Tour war sicherlich die Fahrt zum Gardasee am Dienstag. Es war ein sonniger Tag, sobald man in der Sonne fuhr, war es auch angenehm. Vom Radweg her gefällt mir der trentiner Abschnitt besser, da abwechslungsreicher. In Südtirol fährst auf dem Damm entlang und das ist's auch schon. Wenn man das Öfter macht, beginnt man sogar den Stäuchern und Bäumen Namen zu geben...Um ca. 15.30 Uhr war es soweit: das erste Mal hatte ich freien Blick auf den Gardasee. Leider war es sehr dunstig, somit sind auch die Fotos dementsprechend trübe - schade. Zurück ging es mit dem Zug, welcher kurz nach 18.00 Uhr in Mori abfuhr. Da ich noch etwas Zeit zur Verfügung hatte, ging ich in das benachbarte Lokal "Ai 3 Pini" um ein paar Blonde zu trinken. Und wahrlich, nicht nur das Bier war blond... Wer sich von Blondinen angezogen fühlt, sollte unbedingt mal vorbeischauen ;-). So verging die Wartezeit wie im Fluge, auch weil diese wunderhübsche blonde Kellnerin eine wahre Handyfetischistin zu sein scheint und sämtliche Anwesende an ihren Gesprächen teilhaben ließ ;-).

Währen dieser winterlichen Radtouren erinnerte ich mich ständig an einen Artikel in einer bekannten Aufklärungszeitschrift aus meiner Pubertät. In diesem Artikel konnte man lesen, dass Kälte den männlichen Spermien auf die Sprünge und somit zu ungeahnter Fruchtbarkeit verhilft. Werde wohl demnächst ein bisschen vorsichtig sein müssen, um Frauen nicht schon durch das bloße Ankucken zu befruchten ;-)





25 Dezember 2006

Weisheiten des Lebens

Da musste ich 33 Jahre alt werden, um einige grundlegende Weisheiten des Lebens zu erfahren:
1. Glühwein und chinesisches Essen verträgt (zumindest mein) der Magen nicht. Diese Feststellung konnte ich letzten Freitag machen, als die Firmen-Weihnachtsfeier in ein Kampftrinken mittlerer Stärke mit ständig wechselnden Trinkgenossen ausartete, und als krönender Abschluss jemand die geniale Idee hatte, unseren Heißhunger beim Chinesen zu stillen…
2. Der moderne Mann von Welt trägt Thrombose-Strümpfe. Dies teilten mir kürzlich einige nette Mitarbeiterinnen mit, mit dem Zusatz, es sei ein absolutes MUSS, dass Strümpfe mindestens bis zu den Knien reichen.
Ich kann mich da wirklich glücklich schätzen, insgesamt nenne ich 6 Paar dieser langen Strümpfe mein Eigen: 3 Paar sind Trachtenstutzen und weitere 3 Paar sind für winterliche Sportaktivitäten gedacht…
Scheinbar grenzt es auch schon an ein Wunder, dass meine bisherigen Eroberungen in der Vergangenheit nicht schallend gelacht haben, als man zur „Oi mit di Hosn“-Fase kam und ich in meinen „kurzen“ Socken dastand ;-)

Dieser letzte Punkt hat dann doch mein Interesse geweckt, derzeit führe ich eine Umfrage durch. Nach 4 Befragten steht es 3:1 für die Thrombose-Strümpfe, es ist aber sicherlich eine große Hilfe für alle Männer wie mich, wenn noch einige Meinungen dazukommen, damit das Ergebnis einigermaßen repräsentativ ist. Klickt einfach auf „comments“ am Ende dieses Beitrags und schreibt eure Meinung. Die Männerwelt wird euch dankbar sein :-)

Ein besonderer Weihnachts- und Neujahrs-Gruß geht an die Frau mit den wundervoll verrauchten Augen. Alles Gute und viel Glück im Jahr 2007 ;-)

Mitteilung in eigener Sache

Als erstes bedanke ich mich bei allen für die netten Weihnachtswünsche – es freut mich immer sehr, wenn jemand an mich denkt. Danke.
Am Heiligen Abend ging es schon um 8.35 Uhr los – die erste Weihnachts-SMS mit einem netten Spruch trudelte ein. Ab jetzt ging es im 10-Minuten-Takt weiter, immer wieder Nachrichten mit Grüßen, neuen oder schon gelesenen Sprüchen.
Da mein Mobilfunkanbieter meinen vorsichtigen Schätzungen zufolge sowieso nur jede 4. SMS weiterleitet, beschloss ich bald, die Nachrichten nicht mehr zu beantworten - ich hoffe mein Mobilfunkanbieter ärgert sich ein bisschen ;-)

Ich wünsche euch somit auf diesem Wege eine schöne und besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Neue Jahr und freue mich schon auf ein Wiedersehen.

Weiters teile ich euch jetzt schon mit, dass mir im Jahr 2007 eine berufliche Veränderung bevorsteht. Als ich gestern mit meinen Eltern das Abendessen zu mir nahm, überkam mich die Geschäftsidee für das Jahr 2007 – ich kaufe mir irgendwo eine 0190-er Nummer und versende SMS an Millionen von Leuten. Da es in der Natur des Menschen liegt, neugierig zu sein, wird die Person sicherlich auf diese unbekannte Nummer antworten und schon fließt Geld auf mein Konto. Anfangs mache ich das nur zu Weihnachten, danach auch zu Ostern und dann auch zu den Geburtstagen. Diese Idee funktioniert sicher weltweit – vielleicht in Nepal nicht, scheinbar sind dort die Einwohner nicht so neugierig ;-)

PS.: Wer mir die Idee klauen will, hat Pech, werde sie demnächst zum Patent anmelden. Hoffe nur, dass Telecom, Vodafone, Wind und wie sie alle heißen, nicht schon schneller waren…

22 Dezember 2006

Weihnachtsgrüße

Die Adventszeit neigt sich so langsam ihrem Ende zu und mit ihr auch der Bozner Weihnachtsmarkt. Auch heuer war laut Aussagen der Inhaberin meiner Lieblingsverkaufsstelle für Bozner Punsch wieder ein umsatzstarkes Jahr. Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen. Als ich mich am 8. Dezember um ca. 8.30 Uhr auf den Weg nach St. Pauls zur Sepp Kerschbaumer Gedenkfeier machte, sah man sie schon im Anmarsch – die Blechlawine aus dem Süden…Scherzhaft (oder boshaft?) werden die Niederländer gemeinhin (besonders von den Deutschen) als das „Volk, das mit dem Wohnwagen fährt“ bezeichnet – es bleibt festzustellen, dass dies Art sich fort zu bewegen auch in Italien sehr beliebt ist.
Es war schon ein gewaltiger Kontrast – in St. Pauls gedachte man der toten Südtirol-Aktivisten, auf Südtirols Weihnachtsmärkten boten sogar Händler aus den hintersten Winkeln unseres Landes „Assatschini di Speck“ an. Der Sidtiroler varkaft sich holt guat – eine moderne/legale Form der Prostitution ;-)
Um diesem Ansturm kaufwütiger und weihnachtsmarktgeiler Touristen zu entgehen, floh ich nach Sappada. Es gab zwar keinen Bozner-Punsch, dafür aber Ruhe und sogar ein bisschen Schnee – gerade soviel, dass ich zum Schneeschippen abkommandiert wurde…

Und hier zwei Fotos aus Sappada vom 10. Dezember 2006 - für all Jene, die heuer noch keinen Schnee gesehen haben.



Ich wünsche allen Freunden und Bekannten eine (besinnliche) Weihnacht und einen guten Rutsch ins Neue Jahr. Besondere Grüße gehen nach Kanada, in die Niederlande, an all jene Personen, welche mich auf meinen heurigen Touren begleitet/beherbergt haben und an jene, die in den letzten Wochen meine tägliche Frage „Kimmsch mit an Bozner Punsch trinken“ so geduldig ertragen haben ;-). Und natürlich ein ganz großer Drücker an die Schoko-Fondue-Fee aus dem Papa Joe’s in Neumarkt. Wer mal ein gepflegtes Schokoladenfondue genießen möchte, sollte sich unbedingt bei ihr melden ;-).

03 Dezember 2006

Was der Glühwein mit dem Passeiertal zu tun hat

Nach langer Zeit gibt’s mal wieder einen Beitrag. Der Grund für meine lange Schreibpause ist ein einfacher: Stillstand – es hat sich nix getan in letzter Zeit.
Doch seit Donnerstag, den 30. November hat sich alles zum Guten gewendet: der Bozner Christkindlmarkt – Ausgabe 2006 – hat endlich seine Tore geöffnet und die lange, glühweinlose Zeit hat ihr Ende gefunden.
Sofort fühlte ich mich wieder heimisch. Man traf Bekannte, welche man ein Jahr lang nicht gesehen hatte, man ärgerte sich mal wieder über die Tassenkaution (da kann es schon vorkommen, dass man bei der Erstbestellung von 2 Glühwein 11€ hinblättern muss) und man trank wieder dieses gepanschte Zeugs mit der Kopfweh-Garantie, welches einem als Glühwein angedreht wird.
Bin zwar erst bei 3 Glühweinverkaufsstellen vorstellig geworden, aber mein Tipp für 2006 lautet wiederum: Bozner Punsch beim Forst-Standl.
Ein Problem bringt der Weihnachtsmarkt natürlich mit sich: der kalorienarme Glühwein wurde noch nicht erfunden, und so muss man sich schon im Klaren darüber sein, dass bei exzessiven Genuss die eben erst antrainierte Strandfigur Schaden erleidet.
Diese Erkenntnis und das schlechte Gewissen, trieben mich am Samstag dazu, mal wieder eine längere Radtour zu unternehmen. Das Wetter war super, die Temperatur angenehm kühl (6oC beim Start bei mir zu Hause – da brauchst kein Botox gegen die Falten mehr) und der Radweg frei von Sonntagsradlern - Radlerherz, was willst du mehr.
Meine Reise führte mich nach Meran und von dort weiter auf dem Radweg ins Passeier-Tal. Dies ist einer der schönsten Radwege unseres Landes. Fast eben führt er immer der Passer entlang bis nach St. Leonhard. Interessierte können das Andreas Hofer-Museum beim Sandwirt besuchen, welches direkt neben dem Radweg liegt. Ein Muss ist die Einkehr beim Brückenwirt in St. Leonhard. Hier gibt es rund um die Uhr Pfannennudel und andere Gerichte, das selbstgebraute Bier bringt auch den erschöpftesten Radler wieder auf Trab.