14 November 2006

Reise nach Amsterdam – Teil 2

Am Freitag stand also ein Ausflug nach den Haag auf dem Programm. Als erstes besuchten wir hier das „Mauritshius“, in welchem die königliche Gemäldesammlung untergebracht ist. Es waren Bilder ausgestellt, welche der Zusammenarbeit von Rubens & Brueghel entsprangen und ich konnte feststellen, dass sich das Schönheitsideal der Frauen im Laufe der Zeit doch sehr verändert hat.
Anschließend besichtigten wir unter Anderem auch den Regierungssitz der niederländischen Königin, wobei ich bemerken muss, dass ich schon überwältigendere Bauwerke gesehen haben.
Nach einem ausgedehnten Spaziergang durch die Stadt kehrten wir ins „Havana“ ein, wobei mich die Atmosphäre in diesem Lokal an die Fernsehwerbung für eine Rummarke erinnerte. Leider war es noch allzu früh, und so musste ich mich wohl oder übel mit ein paar Bierchen begnügen und auf meinen heißgeliebten Cuba verzichten – 19.00 Uhr ist dann doch ein bisschen zu früh für hochprozentiges…
Samstag stand ein Besuch im „Rembrandt Haus“ und anschließend im „Rijksmuseum“ auf dem Programm. Das „Rijksmuseum“ wird derzeit umgebaut und somit ist nur ein Teil der Kunstsammlung zu sehen. Trotzdem bietet es einen ausgezeichneten Einblick in die Geschichte Hollands und in das goldene Zeitalter dieses Landes. Berühmtestes und gleichzeitig faszinierendstes Ausstellungsstück ist sicherlich Rembardt`s „Die Nachtwache“.
Leider blieb nicht mehr genügend Zeit, um weitere Sehenswürdigkeiten Amsterdams anzusehen, da am Abend eine kleine Abschiedsfeier auf dem Programm stand und wir somit zeitig wieder die Heimfahrt antreten mussten.
Unser Flugzeug Richtung Heimat startete, diesmal pünktlich, am Sonntag um 7.20 Uhr am Amsterdamer Flugplatz. Die Zeit verging (im wahrsten Sinne des Wortes) wie im Flug, ich hatte nicht einmal die Möglichkeit, Bozen aus der Luft zu sehen. Auf dem Flugplatz in Verona stach mir sofort der Finanzbeamte mit seinem deutschen Schäferhund ins Auge – wird wohl die normale Vorgehensweise bei Ankünften aus Amsterdam sein. Als wir Richtung Ausgang schritten, wurde ein Mann vor uns aus der Reihe gebeten und in ein Zimmer geführt – der Schäferhund hatte wohl was „erschnüffelt“ ;-).
Nach Tagen des eher tristen Wetters waren wir wieder im Land, in dem die Zitronen blühen und der Himmel war strahlend blau – was lag also näher, als einen Abstecher an den Gardasee zu unternehmen? Nachdem wir Malcesine einen Besuch abgestattet und zu Mittag gegessen hatten, ging es weiter Richtung Norden und somit neigte sich auch dieses verlängerte Wochenende so langsam seinem Ende zu.

Einkaufsstrasse in Den Haag

Residenz der holländischen Königin

Teich bei der Königsresidenz

Amsterdam, am rechten Bildrand der Zentralbahnhof

Das "Nemo"-Museum

Der Traum eines Architekten. Am rechten Bildrand das "Nemo"-Museum

Stadtleben in Amsterdam - der Sinn des Schildes blieb mir verborgen. War es etwa der Wegweiser in das von uns so verzweifelt gesuchte aber leider nicht gefundene Rotlicht-Viertel?

Ein Männertraum - öffentliche Urinale, aufgestellt an belebten Plätzen

Ein weiser Spruch

Malcesine

Schloss Scaligero in Malcesine

08 November 2006

Reise nach Amsterdam – Teil 1

Glücklich und zufrieden und ohne größere Schäden an Leib und Seele kehrte ich am Sonntag von meinem Amsterdam-Ausflug zurück und finde nun endlich die Zeit, ein bisschen von meinem Aufenthalt zu erzählen.
Nachdem wir ca. 2 Stunden zu spät vom Flughafen in Verona gestartet waren, erhielten wir schon bei der Landung in Amsterdam einen Vorgeschmack auf das holländische Wetter: Windböen, Regen, Hagel und Sonnenschein wechselten sich im 5-Minutentakt ab und erschwerten einigermaßen die Wahl der geeigneten Bekleidung während unseres Aufenthaltes.
Wir waren ca. 30 Km von Amsterdam bei einer befreundeten Familie untergebracht. Von Mittwoch bis Sonntag verwandelte sich das Haus in eine wahre Multi-Kulti-Unterkunft: 1 Argentinier, 2 Italienerinnen, 2 holländische und ein indisches Kind und zu guter Letzt noch ein waschechter Tiroler.
Den ersten Tag nutzten wir, um einen Ausflug in die benachbarte Universitätsstadt Leiden zu unternehmen. Schon hier konnte man erkennen, dass ein holländischer „Coffeeshop“ nicht unbedingt mit einem Südtiroler Kaffeehaus gleichzusetzen ist ;-). Nachdem wir die Altstadt, einige Windmühlen und ein paar romantische Kanäle besichtigt hatten, offenbarte uns unsere Gastgeberin am Abend den absoluten kulinarischen Höhepunkt dieser Reise: sie führte uns in eine typisch holländische „Pannenkoeken Boederij“ – zu Deutsch eine Pfannkuchenbraterei. Hier gab es Pfannkuchen, bei uns besser unter der Bezeichnung Omelette bekannt, in allen Variationen: mit Zuckersirup, mit Käse, mit Schinken, mit Speck, mit Champignons und natürlich, für die besonderen Feinschmecker, mit Speck und Zuckersirup. Ich habe mich für einen Pfannkuchen mit Käse, Zwiebel, Schinken und Champignon entschiedenen, das Teil war sehr interessant anzusehen und äußerst sättigend. Zum Geschmack sage ich nichts weiter, diese Erfahrung sollte jeder selbst machen ;-)
Am Donnerstag ging es mit der Eisenbahn nach Amsterdam. Als italienischer Staatsbürger hat man so seine leichten Schwierigkeiten mit der holländischen Eisenbahn. Wenn auf dem Fahrplan steht, der Zug startet um 10.00 Uhr, dann startet er auch um 10.00 Uhr - wir mussten uns erst an diese Pünktlichkeit gewöhnen. In Amsterdam führte uns unser Weg entlang der Fußgängerzone Richtung Museums-Viertel und dort ins Van Gogh-Museum. In diesem Museum sind ungefähr 200 Gemälde dieses Künstlers ausgestellt, für einen Kunstlaien wie mich stellt dies schon eine echte Herausforderung dar.
Nachdem wir ausgiebig die Kunstwerke dieses berühmten Malers betrachtet hatten und auch einiges aus seinem Leben erfahren hatten (dass er sich einen Teil seines Ohres amputiert hatte, wusste ich, dass er sich selbst erschossen hatte, war mir neu), machten wir uns auf den Rückweg und kauften gleichzeitig einige Andenken für die Zurückgebliebenen in der Heimat.
Am Amsterdamer Hauptbahnhof angekommen ging es mit dem ersten Zug zurück nach Leiden, wo uns unsere Gastgeberin schon erwartete.
Am nächsten Tag stand ein Ausflug nach Den Haag und am Samstag eine weitere Museumstour in Amsterdam auf dem Programm. Infos und Fotos dazu werde ich demnächst veröffentlichen.

Leiden, im Hintergrund das Windmühlenmuseum

Kanal in Leiden

Kanal in Amsterdam

Van Gogh-Museum - Neubau

Van Gogh-Museum

Holländische Spezialitätenspeisekarte