30 Januar 2007

Rom - die ewige Stadt

Nun wurde auch ich überzeugt: das Rollfeld des Bozner Flughafens muss unbedingt verlängert werden – am besten bis nach Verona. Dort kann man dann notfalls auf ein anderes Flugzeug wechseln…
Am vergangenen Dienstag fand ich mich sehr zeitig am Bozner Flughafen ein, um meine Fahrt zu einer Weiterbildungsveranstaltung in Rom anzutreten. Aufgrund des miserablen (?) Wetters war es leider nicht möglich, mit dem Flugzeug in Bozen zu starten. Also kamen wir in den Genuss einer winterlichen Busfahrt durch das Eisack- und Wipptal bis nach Innsbruck, wo wir endlich unseren Flug in die ewige Stadt beginnen konnten.
Leider war das römische Wetter an den ersten Tagen nicht gerade überragend, Regen wechselte sich mit Sonnenschein, Dauerwind mit Böen ab – ich fühlte mich fast schon nach Amsterdam zurück versetzt. Glücklicherweise wurde das Wetter zum Wochenende hin besser und so stand einigen kulturell angehauchten Stadtspaziergängen nichts mehr im Wege.
Rom mit seiner Masse an Sehenswürdigkeiten zieht jeden in seinen Bann, einige werden von den Denkmälern und Ruinen magisch angezogen, wiederum andere von den vielen Kneipen und typischen Gaststätten. Erfreulicherweise wies mir meine Begleitung den richtigen Weg ;-)
Am Samstag stand bei strahlendem Wetter der Besuch des Kolosseums, der Domus Aurea, des Palatin, des Forum Romanum und, unter Protest, des Altares der Heimat auf dem Programm. Wahre Touristenmassen zwängten sich durch die verschiedenen Kulturstätten, besonders Asiaten scheinen von Rom sehr angetan zu sein.
Es ist schon erstaunlich, wie viele Sehenswürdigkeiten hier auf engstem Raum besichtigt werden können, besonders der Palatin mit seinen weitläufigen Parkanlagen, den vielen Brunnen und der wundervollen Aussicht auf die Stadt hat mich begeistert - das Haus des Duce ist hier wohl fehl am Platz…
Am Abend ging es dann, nachdem meine letzten Ängste ob des Rufes dieses Viertels verflogen waren, nach Trastevere – und hier brummte wahrlich der Bär. Kneipe reihte sich an Kneipe, Trattoria an Trattoria, Vergnügungssüchtige an Vergnügungssüchtige – und wir waren mitten drin statt nur dabei. Nachdem wir in der Vinothek „Vinallegro“ gespeist hatten, ging es weiter in einige Lokale der Umgebung um eine kleine Cuba-Libre-Vergleichsverkostung durchzuführen. Als Sieger ging dabei das „Exil“, knapp gefolgt vom „Latino“ (überzeugt durch ausgezeichneten Service) hervor – beide sind in Bozen beheimatet… Kurzum, leider habe ich in Rom kein Lokal gefunden, in welchem ein halbwegs trinkbarer Cuba-Libre angeboten worden wäre. Für 7€ erwarte ich mir dann doch etwas mehr…
Für die Damenwelt habe ich dann doch noch einen heißen Tipp. Am „Blumenplatz“ gibt es ein Lokal, in welchem die Rollen aus dem Film „Coyote Ugly“ vertauscht sind ;-).
Am Sonntag stand dann der Besuch des Vatikans auf dem Programm. Wahnsinn, was sich hier abspielt. Tausende Menschen warten hier auf die Worte des Papstes, beten, singen und musizieren und brechen in wahre Freudengesänge aus, sobald sich der Papst am Fenster zeigt.
Nachdem wir auch dieses Ereignis erleben durften, ging es anschließend so langsam wieder Richtung Bahnhof, wo um 15.20 Uhr mein Zug zum Flughafen startete. Ich war schon ganz gespannt – welches war diesmal der Landeflughafen: Bozen oder Innsbruck? Zum Glück Bozen – also muss das Rollfeld doch nicht verlängert werden ;-)
P.S.: Wer mal in Rom weilt, sollte unbedingt die "Hostaria Romana" in der Via Rassella besuchen, die Bedienung ist zum Schießen :-)

11 Januar 2007

Das Jahr 2007 hat begonnen

Den Jahresausklang und die erste Woche im neuen Jahr verbrachte ich in der Ruhe und Abgeschiedenheit von Sappada. Hier konnte ich mich am besten vom anstrengenden Jahr 2006 regenerieren und meine beiden Wettniederlagen im abgelaufenen Jahr besser verdauen, nachdem ich auch die 10.000 km versemmelt hatte. Am Ende fehlten mir doch 500 Km, der Christkindlmarkt hat mich doch ziemlich gehemmt…
Aber nun sind die Karten neu gemischt bzw. der Kilometerzähler auf Null gestellt und somit bereit für eine neue Wette. 2007 werden nochmals die 10.000 Km in Angriff genommen, als Wetteinsatz muss diesmal Neuseeland herhalten. Immer vorausgesetzt, dass wir uns nach unserem heurigen Brasilien-Trip noch „riechen“ können ;-)
Sylvester verbrachte ich in wahrer Multi-Kulti-Manier bei meiner Freundin zu Hause: 2 Italienerinnen, 1 italienischsprachiger Kongolese, 1 Französisch sprechender Kongolese (lebt in Algerien) und meine Wenigkeit.
Sogar ich hatte meinen Beitrag zum Sylvestermenü geleistet, der Nachtisch wurde von meinen Händen zubereitet und erntete wahre Beifallsstürme – obwohl so mancher Gesichtsausdruck etwas anderes verriet ;-)
Am Mittwoch stand schon ein erster Höhepunkt des noch jungen Jahres auf dem Programm: es wurde beschlossen, die Nacht in einem Winterlager einer Schutzhütte zu verbringen und von dort aus die eindrucksvolle Atmosphäre einer Vollmondnacht im Gebirge zu genießen.
Nach einer saukalten Nacht (leider war das Brennholz weggesperrt) ging es am Donnerstag wieder Talwärts und am Tag darauf Richtung Bassano, um einige Einkäufe zu tätigen. Im Zuge dieser Einkaufstour wurde mir auch von meiner Freundin bestätigt, dass Herrenstrümpfe zumindest bis zum Knie reichen müssten – nun war ich endgültig überzeugt und schlug im Lager von Calzedonia in Segusino gnadenlos zu. Nun brauche ich keine Situation mehr zu fürchten ;-)
Voller neuer Energien ging es am Montag früh wieder Richtung Heimat, wo mich ein stressiger Jänner erwartet. Die Jahreshauptversammlung und Sebastianifeier der Schützenkompanie stehen vor der Tür und müssen vorbereitet werden. Außerdem geht es vom 23. bis zum 28. Jänner zu einer Fortbildungsveranstaltung nach Rom, wobei dies wohl eher ein Vergnügen wird, da ich mir mein Abendprogramm (unbedingt auf Abendprogramm klicken) bereits im Internet zusammen gestellt habe.