30 April 2007

Die Leichtigkeit des Seins - Von Manaus nach Santarèm

Wie schon im letzten Eintrag angekündigt, legten wir die Strecke von Manaus nach Santarèm in einem der berühmten Amazonas-Boote zurück. Bei diesen Schiffen handelt es sich um Boote zum Waren- und Personentransport. Dabei nehmen sich die Passagiere (ca. 250 auf engstem Raum) ihre Hängematten mit und verbringen die fast 36 Stunden zum Großteil liegend. Als gute Touristen haben wir natürlich erster Klasse gebucht und mit großer Freude unsere ca. zwei Quadratmeter große Kabine in Besitz genommen. Natürlich gibt es für die Passagiere (wie damals auf der Titanic) auch eigene Sanitäranlagen – leider habe ich sei erst nach ca. 24 Stunden Fahrt gefunden.
In meine Reiseführer steht über diese Art von Transportmitteln Folgendes geschrieben :“Küche und Hygiene an Bord sind nur etwas für ganz Unerschrockene“ – diesem Satz kann ich nur beipflichten. Werde mich mal mit meinem Pusterer Spezi unterhalten müssen, um herauszufinden, wo die wahre Härte zu Hause ist – auf der Transsib oder auf so einem Amazonasboot ;-). Auf das im Preis inbegriffene Essen habe ich aus Sicherheitsgründen lieber verzichtet wie ich auch meinen Körper überzeugt habe, dass man nicht unbedingt jeden Tag seine Notdurft verbringen muss ;-)
Trotzdem ist so eine Schifffahrt eine ausgezeichnete Möglichkeit, die Seele baumeln zu lassen und seinen Gedanken nachzuhängen, besonders wenn es eine Bar mit haufenweise Biervorräten gibt ;-). Man setzt sich einfach am Morgen auf das Oberdeck, lässt sich den Wind um die Ohren wehen, schweift mit dem Blick in die Ferne und staunt ganz einfach, wie viel Wasser es eigentlich gibt...

Manaus-Santarèm

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wette amgenommen... :-)

Andreas hat gesagt…

I frei mi schun drauf. Moch di ober af eppes gfosst. I hoff, dasses ba dir net soflt tragisch gwesn isch, a poor Stunden holtet men des jo aus, ober gonze Toge long...