21 Mai 2007

Lissabon – die 2.

Da sich unser Abflug mal wieder verspätete, stand schon in Rio fest, dass es mit dem direkten Weiterflug aus Lissabon nichts würde – also musste eine weitere Nacht in Lissabon verbracht werden.
Mir war es ziemlich egal, ehrlich gesagt hat mir Lissabon von den ganzen besichtigten Städten fast am besten gefallen – wahrscheinlich weil ich mich auf dem europäischen Festland einfach wohler fühle :-)
Vorher musste aber noch der Atlantik bezwungen werden – vorausgesetzt, das Flugzeug würde sich auch irgendwann einmal tatsächlich in die Lüfte erheben…
Als wir endlich im Flugzeug saßen und auch starteten, begann sie wieder, die laaaaange, laaaaange Zeit der Langeweile. Nachdem ich mich beim Abendessen (gegessen habe ich Kräckers mit Butter und den Nachtisch – diese Pseudonudel wollten beim besten Willen nicht runter) mit schwerem portugiesische Rotwein zugedödelt hatte, konnte ich auch für einige Stunden schlafen. Als ich erwachte war es noch dunkel und eben erst 5 Stunden vergangen…
Wie schon erwähnt ist Lissabon eine – zumindest für mich – faszinierende Stadt. Es gibt viele Sehenswürdigkeiten, diesmal haben wir auch eine Rundfahrt mit den für die Stadt typischen Straßenbahnen unternommen. Natürlich habe ich wieder geknipst wie ein Verrückter, leider müsst ihr auf die Veröffentlichung der Fotos auf meine nächste Lissabon-Reise oder meiner nächsten Autofahrt nach Sappada (wahrscheinlich Winter 2007) warten – der Kabel meines Datenspeichers wird wohl noch im Hotel liegen, zum Glück sind die Fotos auch auf dem Laptop meiner Begleiterin gespeichert.
Nachdem ich mich schon den ganzen Abend darüber gefreut hatte, dass es sogar um 21.00 Uhr noch halbwegs hell war, haben wir diesmal auch das Lissabonner Nachtleben intensiv genossen. Endlich konnte man sich wieder frei bewegen, ohne Angst haben zu müssen, dass dich jemand wegen 5€ niederschlägt. Etwas war aber in Brasilien dann doch besser: der Caipirinha hatte seinen exotischen Geschmack verloren, werde wohl wieder auf meinen innigst geliebten Cuba umsteigen :-)
Irgendwie muss mich dieser Urlaub dann doch grundlegend verändert haben. Wie wir so durch die Gassen der Lissabonner Altstadt schlendern haben mich mindestens 7 Personen gefragt, ob ich nicht Haschisch oder Kokain möchte – fühlte mich fast nach Amsterdam zurück versetzt :-)
Bis auf den Datenkabel habe ich auch noch andere Verluste zu beklagen: das einzige Buch, welches ich mitgenommen hatte, habe ich schon auf dem Flug nach Manaus im Flugzeug vergessen und mein Idiotenkäppi, das mich als Tourist auszeichnete, liegt wahrscheinlich im Hotel in Belèm. Den größten Schmerz bereitet mir aber der Verlust eines Bierglases. In Belèm hatte ich in der Amazon-Brauerei ein Bierglas erstanden. Ab diesem Zeitpunkt war es mein ständiger Begleiter. Es hat mich auf 6 (!) Flugreisen begleitet, ich habe es behütet wie meinen Augapfel. Zu Hause angekommen packe ich es aus, es gleitet mir aus der Hand und fällt aus ca. 10 cm auf den Boden…

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