Am Tag vor unserer Abreise aus Rio hatten wir die Möglichkeit, den Bekannten meiner Begleiterin einen Besuch abzustatten. Dabei handelt es sich um (teils ehrenamtliche) Bedienstete einer Organisation, welche sich als Ausbildner (zu Neudeutsch „Streetworker“) der vielen Straßenkinder aus Rio’s Favelas annehmen. Sie treffen sich mit Gruppen von Straßenkindern und versuchen durch Gespräche und das Herstellen von kleinen Geschenksartikeln die Kinder von den Drogenbaronen, welche die Favelas beherrschen, fernzuhalten.
Beim gemeinsamen Mittagessen wurde lebhaft über die derzeitige Situation in Rio diskutiert. 2007 finden hier die Panamerikanischen Spiele (Amerikas Olympische Spiele) statt. Da diese Prestigeveranstaltung das Ansehen Brasiliens in Amerika und der ganzen Welt steigern soll, hat die Regierung bereits jetzt begonnen, die Straßen zu „säubern“. So finden sich seit einigen Wochen die Kinder nicht mehr an den Treffpunkten mit den Ausbildnern ein bzw. tauchen nur mehr vereinzelt auf. Weiters hat das Militär begonnen, mit Panzerwägen in die Favelas einzudringen und sich als Machtdemonstration wahre Straßenschlachten mit den dort herrschenden Drogenbaronen zu liefern.
Eine weitere erschreckende Information, welche mir gegeben wurde: scheinbar gab es im Jahr 2006 in Brasilien 35000 Tote durch Schusswaffen – eine Zahl, die in so manchem Kriegsgebiet nicht annährend erreicht wird. Dies erklärt auch die teils massive Polizeipräsenz in ganz Brasilien (besonders in Rio und in Salvador), eine Situation, wie sie wahrscheinlich Südtirol in den 60-er Jahren erlebt hat.
Ein Höhepunkt unseres Rio-Aufenthaltes war die Fahrt auf den Zuckerhut. Der Ausblick von hier oben ist einfach Atem beraubend. Von hier aus sieht man den Großteil der Strände, die verschiedenen Stadtteile, den Flugplatz und man kann sich auch einen Eindruck davon machen, welche Ausdehnung die Favelas in der Zwischenzeit erreicht haben.
Ehrlich gesagt war ich von Rio selbst nicht besonders angetan. Schon am Flugplatz drücken sie dir einen Zettel in die Hand, auf dem der Tourist auf die Gefahren hingewiesen wird (…gehen sie abends am Strand in der Nähe der Promenade und nicht direkt am Wasser spazieren) und Sicherheitshinweise gegeben werden. So sind auch der Großteil der Gebäude umzäunt und beschäftigen einen Portier/Wachmann (teils bewaffnet). Ich persönlich fühle mich dann doch ein bisschen eingeschränkt. Die Stadtstrände wie Copacabana und Ipanema sind sicherlich schön, im Laufe unserer Reise habe ich aber viel schönere Strände gesehen.
Beim gemeinsamen Mittagessen wurde lebhaft über die derzeitige Situation in Rio diskutiert. 2007 finden hier die Panamerikanischen Spiele (Amerikas Olympische Spiele) statt. Da diese Prestigeveranstaltung das Ansehen Brasiliens in Amerika und der ganzen Welt steigern soll, hat die Regierung bereits jetzt begonnen, die Straßen zu „säubern“. So finden sich seit einigen Wochen die Kinder nicht mehr an den Treffpunkten mit den Ausbildnern ein bzw. tauchen nur mehr vereinzelt auf. Weiters hat das Militär begonnen, mit Panzerwägen in die Favelas einzudringen und sich als Machtdemonstration wahre Straßenschlachten mit den dort herrschenden Drogenbaronen zu liefern.
Eine weitere erschreckende Information, welche mir gegeben wurde: scheinbar gab es im Jahr 2006 in Brasilien 35000 Tote durch Schusswaffen – eine Zahl, die in so manchem Kriegsgebiet nicht annährend erreicht wird. Dies erklärt auch die teils massive Polizeipräsenz in ganz Brasilien (besonders in Rio und in Salvador), eine Situation, wie sie wahrscheinlich Südtirol in den 60-er Jahren erlebt hat.
Ein Höhepunkt unseres Rio-Aufenthaltes war die Fahrt auf den Zuckerhut. Der Ausblick von hier oben ist einfach Atem beraubend. Von hier aus sieht man den Großteil der Strände, die verschiedenen Stadtteile, den Flugplatz und man kann sich auch einen Eindruck davon machen, welche Ausdehnung die Favelas in der Zwischenzeit erreicht haben.
Ehrlich gesagt war ich von Rio selbst nicht besonders angetan. Schon am Flugplatz drücken sie dir einen Zettel in die Hand, auf dem der Tourist auf die Gefahren hingewiesen wird (…gehen sie abends am Strand in der Nähe der Promenade und nicht direkt am Wasser spazieren) und Sicherheitshinweise gegeben werden. So sind auch der Großteil der Gebäude umzäunt und beschäftigen einen Portier/Wachmann (teils bewaffnet). Ich persönlich fühle mich dann doch ein bisschen eingeschränkt. Die Stadtstrände wie Copacabana und Ipanema sind sicherlich schön, im Laufe unserer Reise habe ich aber viel schönere Strände gesehen.
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