23 Juli 2007

Auf der Claudia und neben der Augusta

Bevor es an meine Klausurradfahrt längs der „Via Claudia Augusta“ ging, waren wohl einige Investitionen in meinen Drahtesel fällig. Da mein Gebrauchtreifenlieferant urlaubsbedingt abwesend war, musste ich in den sauren Apfel beißen und mir einen nigelnagelneuen Hinterreifen zulegen – immerhin verschwand nach dieser Investition das Schlagen am Hinterreifen, der alte Reifen war wohl doch ein bisschen abgefahren ;-). Außerdem war eine neue Sattelstütze fällig – hatte keine Lust plötzlich ohne Sattel zu bleiben.
Die „Via Claudia Augusta“ ist ein von den Römern gebauter Alpenübergang und führt von Donauwörth bis nach Ostiglia oder Altino. Bis Trient verlaufen beide Strecken entlang des Radweges, ab hier trennen sie sich: eine führt durch das Valsugana, die andere immer längs der Etsch bis Ostiglia.
Mein Ziel war Feltre, also ging es durch das Valsugana. Ich hatte diese Strecke schon einige Male mit dem Auto befahren und war immer wieder froh, wenn ich das Tal durchquert hatte – für mich ist es stellenweise eines der hässlichsten Täler überhaupt. Aber oh Wunder – auf dem Radweg sieht die Welt schon ganz anders aus. Man radelt die meiste Zeit durch Wiesen und Felder den Brenta entlang, gar einige Raststationen säumen den Weg – da können sich unsere Radwegeplaner noch einiges abgucken.
Nachdem ich mal wieder Unmengen Fotos geschossen hatte (so eine Digitalkamera ist schon eine gigantische Erfindung), erreichte ich am Abend endlich Feltre, wo schon ein nettes Zimmer im „La Cuba“ (sehr empfehlenswert) auf mich wartete. Nach einer schnellen Dusche stand der obligatorische Besuch der ganz in der Nähe gelegenen Brauerei von Pedavena auf dem Programm. Genau an diesem Tag hatte in der Brauerei eine Feier für den „Imperatore Francesco Giuseppe“, scheinbar mit großem Erfolg, stattgefunden - glaube nicht, dass man in unseren Breitengraden Italiener dazu ermuntern könnte, an solch einer Feier teilzunehmen

Via Claudia Augusta - Feltre

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