Nun hatte ich auch die Bestätigung, dass der prasselnde Regen in der Nacht nicht meinen Träumen entsprungen sondern eine sehr reelle Sache war - immerhin nieselte es jetzt auch noch und die Straßen waren schön nass - gerade richtig um auch noch aus den letzten Träumen gerissen zu werden.
Nachdem die erste Verzweiflung gewichen war und der Stolz/Wille den inneren Schweinehund besiegt hatten, packte ich meine treue Tina und machte mich daran, den ersten Teil meines perfiden aber gleichzeitig genialen Planes umzusetzen - eine Seeumrundung von ca. 97 Km.
Um es kurz zu machen, schon bald hatte ich die Schnauze voll. Es war diesmal nicht der Nieselregen (es radelt sich ganz passabel sobald man sich selbst überzeugt hat, dass nasser als nass nicht geht) sondern die ständigen Umleitungen und Baustellen. Leider wird die Radwegbeschilderung auf diesen Baustellen/Umleitungen nicht angepasst und so kann es passieren, dass man die längste Zeit in die falsche Richtung tretet und dann wieder umkehren muss. Normalerweise machen mir solche Dinge nichts aus, aber diesmal hatte ich eine Mission zu erfüllen...
Demzufolge gab es nach ca. 40 Kilometern eine Kehrtwende und es ging zurück Richtung Neuchatèl.

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