12 November 2008
24 Oktober 2008
Aus gegebenem Anlass - für Unentschlossene
Die Auswahl an Kandidaten ist groß, glücklicherweise werden wir mit allerhand Wahlwerbung überschüttet, in welcher die Vorzüge der Auftraggeber oft sehr treffend dargestellt werden.
So erfahren wir, dass das Herz von Peter, den man auch Hans rufen kann, plötzlich Munter für seine Heimat schlägt - zumindest bis Sonntag 22.00 Uhr...
Interessant auch die 5 tatkräftigen Herren. Wer im Anzug Bäume pflanzt, ist sicherlich dazu befähigt, unser Land zu führen...
Nett das Foto der SVP-ArbeitnehmerInnen: schwarze Hose, weisse Weste - da fühlt man sich von Saubermännern/Frauen umgeben. Ist aber schon lustig wer sich alles als ArbeitnehmerIn bezeichnet.
Besonders schön finde ich immer die perönlichen Briefe und da haben sich die Blauen besonders hervorgetan: einmal Lieber Andreas...Pius, Ulli und Arnold und kurz darauf Lieber Andreas...Pius, Ulli und Sigmar. Naja, war dann wohl doch nicht so persönlich, oder warum sollten die Ulli und der Pius mir 2 Karten schreiben wenn ich nur eine Stimme habe?
Beste Idee im Wahlkampf? "Ich verzichte auf die Verteilung von Wahlgeschenken...und spende bei erfolgreicher Wahl einen Euro für jede erhaltene Vorzugsstimme an eine bedürftige Südtiroler Familie." Leider steht der Kandidat auf der falschen Liste...
Zumindest Romantiker tun sich bei dieser Wahl leicht: was wäre das nächtliche Firmament auch schon ohne seinen hellsten Stern?
Abschließend noch ein besonders guter Wahlspruch:
15 Oktober 2008
Mein Urlaub 2008 - Auf den Spuren der Tempelritter
Nächste Etappe in unserer Urlaubsplanung war Venedig und da uns noch genügend Zeit zur Verfügung stand, entschieden wir uns für eine Bummeltour quer durch den Stiefelstaat. So ging es also zunächst durch das Latium bis nach Umbrien. Diese beiden Regionen sehen der Toskana sehr ähnlich - mit dem großen Unterschied, dass sie touristisch bei weitem nicht so überloffen sind.
Unsere erste Etappe war Orvieto im Herzen Umbriens. Die Stadt liegt atemberaubend auf einem Hügel und besticht nicht nur durch das gute und preiswerte Essen (Davon kann man in Bozen nur träumen...).
In den letzten Jahren habe ich so manches Bauwerk in Rom, Venedig, Verona, Florenz und Kardaun bestaunen können, vom Dom in Orvieto war ich aber besonders überrascht. Mitten in der tiefsten Provinz erhebt sich urplötzlich ein Bauwerk in den Himmel, welches den weit berühmteren in den anderen italienischen Zentren der Kultur - zumindest meiner Meinung nach - in nichts nachsteht.
Besonder interessant die Geschichte des Doms. Scheinbar machten die Tempelritter auf ihren Reisen aus und in das Heilige Land oft und gerne hier Station. Der Legende nach soll auf den Eingangsportalen das Versteck des heiligen Grals verborgen sein - trotz intensiver Suche habe ich leider nichts gefunden :-(
Nach einem Kurzstopp in Città di Castello ging es weiter nach Chioggia. Chioggia wird ja gerne als Kleinvenedig bezeichnet, großer Unterschied ist der hektische Verkehr. Gerast wird immer und Überall, wenn dich einer auf dem Gehsteig niederstreckt, haste eben Pech gehabt...
Spät in der Nacht in Venedig angekommen, eröffnete sich uns ein ganz neuer Ausblick: das erste Mal konnte ich die neue Brücke des Calatrava über den Canale Grande bestaunen. Dabei handelt es sich um die 4. Brücke innerhalb weniger 100 Meter über den Canale Grande - fast schon Bozner (Talferwiesen) Verhältnisse... Bleibt nur noch herauszufinden, wer von den beiden Busenfreunden Durnwalder und Galan als erstes die Idee für diese Beglückung der Bevölkerung hatte...
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| 2008.07.02 - Saturnia-Venedig |
09 Oktober 2008
Aus gegebenem Anlass - die Landtagswahlen 2008
Brandneu die blaue Reaktion: http://www.sigmar-stocker-tv.com Schaut's euch mal den Besuch beim Landeshauptmann an - einfach genial :-)
Um einige zu beruhigen: ich bin höchstens hellblau, orange liebe ich nur in flüssiger Form und höchstens wenn ich meinen Arbeitskollegen mal wieder ein 3:0 unter die Nase reiben kann und Rapunzel ist auch nicht ganz auf meiner Wellenlänge. Und dem ehemaligen Schützenkameraden kann man wohl auch nicht mehr trauen...
Idealerweise haben sich heuer einige intelligente Personen was Nettes für Unentschlossene infallen lassen: www.wahlkabine.it. Probiert es einfach, ist ganz lustig.
08 Oktober 2008
Lange ist's her - wenn Erinnerungen wach werden
Aufgelockert wurde diese triste Stimmung nur von Johannas Lächeln und von einigen lustigen Mahnschreiben der am Ausbau meiner Wohnung beteiligten Personen, welchen ich mit noch viel lustigeren Antwortschreiben entgegnete. Erwähnenswert ist sicherlich auch noch mein Kleinkrieg mit meinem derzeitigen Telefonanbieter. Dieser Geschichte werde ich demnächst aber einen eigenen Beitrag widmen - sofern mir der Wind nicht den Telefonanschluß kappt...
Nun werden sich einige Leser dieser Seite fragen: was ist geschehen? Ist die Zeit der postferialen Krise vorbei? Warum beglückt er die Menschheit wieder mit seinem Schmäh?
Schuld ist der Sender 3Sat, welcher gestern und heute die Dokumentation "Abenteuer Amazonas" ausstrahlte. Sofort fühlte ich mich an jene Sorgen freie Tage ohne neue deutsche Rechtschreibung, ohne Einheitstext, ohne Mahnschreiben, ohne aufdringliche Wahlwerbung dafür aber mit drittklassigem Bier, 36-stündigem Fasten und ebensolanger Weigerung eine Ganzkörperwaschung vorzunehmen, zurückversetzt. Und sofort musste ich diese Seiten besuchen um nochmals im Geiste jene Tage auf dem Amazonas zu erleben...
Und nachdem ich meine Berichte jener Tage aufgesaugt (Gruß an Didi) hatte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: da gab es doch auch heuer was, etwas Interessantes, Geschichten die ich unbedingt der Menschheit mitteilen muss. Die Angst um meine Feder, zum Beispiel , meine Erleichterung in Innsbruck, warum man Zimmer immer schriftlich bestellen sollte und warum Umbrien die bessere Toskana ist.
Besucht deshalb in den nächsten Tagen fleissig diese Seiten, und vergesst nicht umso fleissiger auf die Verknüpfungen auf der rechten Seite zu klicken - mein Innenarchitekt wird euch dankbar sein...
08 Juli 2008
Wildschwein, Chianti & Co - Ein Lagebericht aus der Toskana, Teil 4
Für den Aufschlag von 22€ hat man am Wochenende auch Zutritt zu den Ursprungsquellen des Thermalwassers, die sich in jenem Bereich der Thermenanlage befinden, in welchem man pro Kopf und Nase mindestens 200€ für eine Übernachtung löhnt.
Glücklicherweise wird dieser Preis unter der Woche auf 1€ reduziert – auch Kleinvieh macht eben Mist ;-)
Geboten wird in diesem Bereich ein großes Freibecken mit noch wärmeren Wasser (kommt ja direkt aus den Quellen), mehreren Wasserfällen und Sprudelbecken und einigen wenigen Badegästen, welchen ihren Status offen zur Schau tragen. Man muss schon sagen, irgendwie hat das Ganze schon Klasse.
Am Abend stand dann etwas ganz Besonderes auf dem Programm: der Besuch der Piano Bar im Thermenhotel (besitzt übrigens auch einen 18-Loch Golfplatz). Alles kein Problem, wenn man sich im Schlepptau einer Person befindet, welche scheinbar Gott und die Welt kennt – im konkreten Fall den Pianisten/Sänger.
Also. Bisher habe ich gewisse Dinge nur im Fernseher gesehen und ihre Existenz zumindest angezweifelt. Nun habe ich aber festgestellt, dass es sie wirklich gibt: jene Orte, in denen du vorfährst, deinen Autoschlüssel einem Hotelbediensteten in die Hand drückst und das Parken seine Sache sein lässt: So kam der Hotelboy in den Genuss neben Porsche, Mercedes und BMW auch mal mit einem Zafira zu fahren – wenn ich das geahnt hätte, hätte ich erstens mein Auto gewaschen und zweitens mein verschwitztes Radtrikot doch aus dem Auto entfernt ;-)
Die Piano Bar selbst war nichts Besonderes – bis auf den Preis: 9€ für einen Cuba Libre sind dann doch ein bisschen viel. Meine Leber hat’s jedoch gefreut ;-)
Komisch wurde es jedoch erst bei der Abfahrt. Man muss sich das so vorstellen: man geht zum Portier und teilt ihm den Wunsch mit, das Gelände mit dem eigenen Auto wieder zu verlassen. Der nimmt also Kontakt zum Parkdienst auf und teilt anschließend mit, dass in einer Minute das eigenen Auto vor dem Eingang bereit stünde. Also begibt man sich zum Eingang, sieht das Auto in der Entfernung von ca. 10 Metern geparkt, wartet auf den Beauftragten bis dieser den Schlüssel geholt, das Auto aufgesperrt und anschließend vorgefahren ist. Man drückt ihm die Hand und übergibt ganz unauffällig einige Münzen für seine Unannehmlichkeiten. Er bedankt sich und verabschiedet dich sogar beim Namen. Das nächste Mal werde ich mich schlicht und ergreifend mit Tschurtschenthaler vorstellen – möchte mal sehen wie er mit diesem Namen zurecht kommt :-)
Wildschwein, Chianti & Co - Ein Lagebericht aus der Toskana, Teil 3
Am Montag war Kultur pur angesagt: eine Rundfahrt durch die nähere Umgebung. Auf dem Programm standen Sovana, Pitigliano und Sorano.
Diese Städte sind einerseits wegen der in ihrer Nähe gefundenen Etrusker-Gräber bekannt, andererseits handelt es sich um die berühmten „Città del tufo“ - auf Tuffstein erbaute Städte. Besonders die Ansicht Pitigliano's ist Atem beraubend. Es ist schon gewaltig was früher mit Einsatz purer Muskelkraft geleistet wurde. So kann man in einigen Geschäften noch alte Keller besichtigen, welche in den Stein gemeißelt wurden.
Eine Sünde wert ist das „Delizie di Ghiottornia“ in Pitigliano. Man findet hier alles, was das Feinschmecker-Herz so begehrt: Wildschweinragout für eine herzhafte Pasta, Gelees und Marmeladen zur Verfeinerung von Käse, einfache Frühstücksmarmeladen und allerlei verschiedene Pasta-Arten.
Da auch eine solche Rundfahrt sehr anstrengend sein kann, wurde am Abend ein Bad bei den Wasserfällen genossen. Dabei handelt es sich um jenen frei zugänglichen Bereich unterhalb der Thermenanlagen, welchen man wahrscheinlich schon mal auf Postkarten oder in Dokumentationen gesehen hat. Alternativ kann man auch meinen Pusterer Spezi fragen – er ist sicherlich im Besitz eines Fotos der Wasserfälle :-)
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| 2008 - Toskana Teil 3 |
Neuigkeit: wenn ihr im Webalbum auf "Karte anzeigen" klickt, seht ihr die ungefähre Position der einzelnen Etappen
07 Juli 2008
Wildschwein, Chianti & Co - Ein Lagebericht aus der Toskana, Teil 2
Das Wetter ist einfach super, ab 8.00 Uhr beginnste schon beim bloßen herumsitzen zu transpirieren wie ein Eskimo am Äquator :-)
Dieser Umstand hat mir aber auch den ersten toskanischen Sonnenaufgang meines Lebens beschert. Um der ärgsten Tageshitze zu entgehen, beschlossen Tina und ich, unsere gemeinsame Ausfahrt bereits um 6.00 Uhr zu starten. Die frische, klare Luft und dazu die ersten Sonnenstrahlen auf den toskanischen Hügel – einfach himmlisch.
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| 2008 - Toskana Teil 2 |
Wildschwein, Chianti & Co - Ein Lagebericht aus der Toskana, Teil 1
Endlich in Saturnia angekommen, in der tiefsten toskanischen Maremma. Ich kenne eigentlich keinen anderen Ort - nun da der Pasquali-Hügel ja Geschichte ist - an welchem das geflügelte Wort "Immer der Nase nach" besser zutreffen würde: dort wo die Luft nach einem Lastwagen voller verfaulter Bioland-Eier duftet, dort sind die Thermen von Saturnia :-)
Die Herberge dafür ein Traum: weitläufiger Park, himmlische Aussicht auf die toskanischen Hügel, Ruhe (viel Ruhe) und ein Gastgeber, der sich sofort danach erkundigt, ob wir etwas aus seinem Weinkeller gebrauchen könnten ;-)
Das Dorf Saturnia hat sich seit meinem letzten Aufenthalt vor ca. 7 Jahren nicht im Geringsten verändert. Man hat immer noch das Gefühl, am Ende der Welt angelangt zu sein – zugegebenermaßen jenes Ende mit dem teuersten Weinkeller den ich kenne. Wer zufällig mal in dieser Gegend unterwegs ist, sollte unbedingt das zweite Restaurant/Önothek auf der rechten Seite des wahrlich überschaubaren Hauptplatzes einer näheren Betrachtung unterziehen. Den Namen habe ich leider vergessen – meine Gedanken waren zu sehr damit beschäftigt, den Wert meines Weinkellers zu schätzen J
Tipp für das Abendessen: „La Trattoria Mazzini“ – ein nettes Lokal in Zentrumsnähe (wobei in Saturnia eigentlich alles in Zentrumsnähe ist) mit interessanten Speisen, einem ebenso interessanten Weinkeller und überaus interessanten Preisen ;-)
Was bisher geschah – die letzten Wochen im Schnelldurchlauf
14. Juni: Teilnahme Hochzeit Fahnenleutnant SK Karneid-Kardaun mit abschließendem Mein-Fliager-ist-abgestürzt-Gedächtnistrinken.
15. Juni: Verspätete Abreise nach Venedig. Verspätung durch Benutzung des falschen Zuges von Verona nach Venedig wieder aufgeholt, böse Blicke der Zugbegleiterin geerntet. Rückreise am späten Abend – interessant was die Nacht so alles mit dem Zug fährt...
16. Juni bis 27. Juni: Vorbereitungen auf 4-wöchigen Urlaub. Entwendung sämtlicher Grillstellen in der Mair-Wiesen durch Unbekannt. Verdachtsmomente und Teilgeständnisse vorhanden.
Wo vorher eine Grillplatte war - gähnende Leere
27. Juni: Fertig isch :-)
09 Juni 2008
Auf der Suche nach den Quellen des Reichtums - Teil 4
Ihr könnt die Kürbisse ab sofort bestellen, beeilt euch denn die Dinger gehen weg wie die warmen Semmeln. Und natürlich ist der schönste und größte Kürbis für meine Johanna reserviert ;-)
Heute ist sowieso ein wunderschöner Tag. Normalerweise bin ich ja nicht unbedingt ein Fernseh-Fußball-Fan. Das heutige Spiel Holland-Italien entsprach jedoch ganz meinem Geschmack und hat mir rießen Spaß gemacht :-) Denke mein Pusterer Spezi sieht das ähnlich :-)
So wird der Fußballabend am Freitag in der Mair-Wiesn nochmal interessanter, ich darf nur nicht vergessen, dass ich diesmal auch ein paar Tempo-Taschentücher besorgen muss :-)
Übrigens, wer am Freitag ohne vorangehende Anmeldung erscheint, muss sich seine Bratwurst wohl oder übel selbst mitnehmen.
05 Juni 2008
Auf der Suche nach den Quellen des Reichtums - Teil 3
Denn merket: laut Adam Riese bedeutet eine Geburtstagsfeier 20 Geschenke, 10 Geburtstagsfeiern hingegen 200 Geschenke ;-)
Um euch ein wenig bei der Gabenauswahl behilflich zu sein, hier meine Wunschliste:
- Bidet Duravit Serie Starck 3
- WC Duravit Serie Starck 3
- Ein Bett bei E-Natura in der Rauschertorgasse - einfach nach dem Bett fragen bei welchem letztlich ein Kunde zu weinen begonnen hat, als ihm der Preis mitgeteilt wurde
- Für die Küche bitte vorher Rücksprache mit mir halten, habe hier besondere Ideen/Bedürfnisse
Da Aberglaube noch nie mein Ding war, beginnen die Feierlichkeiten am Freitag den 13. Juni. Beginn ist nach getaner Arbeit, also zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Um die Ausgaben nieder zu halten gibt es massig Döner Kebab aus einem Laden in der Garibaldistrasse und Pommes, welche die Qualitätskontrolle bei Mc Donalds nicht geschafft haben :-)
Es gibt keine strikte Kleiderordnung, das Erscheinen in den rumänischen Nationalfarben ist jedoch erwünscht. Gemeinsam (minus 1) werden wir die rumänischen Fußballer zu einem überzeugenden Sieg gegen die Stiefelkicker brüllen :-)
Damit ich meinem Döner-Lieferanten die ungefähr benötigte Menge
Grüße derweilen und bis nächsten Freitag
22 Mai 2008
Auf der Suche nach den Quellen des Reichtums - Teil 2
Sie suchen sich einfach jene Fliese in meiner Küche/Bad aus, die Ihnen am besten gefällt. Gegen einen kleinen Unkostenbeitrag dürfen Sie anschließend Ihren Namen mit unsichtbarer Tinte auf der von Ihnen gewählten Fliese verewigen.
Beeilen Sie sich, die Auswahl wird immer kleiner. Die schönste, vollkommenste Fliese hat bereits einen Namen: Johanna ;-)
14 Mai 2008
Auf der Suche nach den Quellen des Reichtums - Teil 1
Deshalb wird verkauft:
Ca. 2kg dunkle Schokolade (70%) - ideal für Gasthäuser und andere Lokale, da kein Verfallsdatum :-)
PS: ein rießiges Dankeschön an alle Genossen und Genossinnen, welche mir in selbstloser Weise bei der Sammlung dieser stattlichen Anzahl Schokolade geholfen haben - mein Maurer dankt es euch ;-)
12 Mai 2008
Da war doch noch was...
Nachdem wir Triest hinter uns gelassen hatten (die hässlichste Hafenstadt die ich kenne) ging es weiter nach Koper in Slowenien. Hier nahmen sie es mit dem Tag der Arbeit sehr ernst: es waren nur 3-4 Lokale geöffnet und diese rochen schon aus der Entfernung nach Touristenfallen... Da die Stadt auch sonst nicht viel zu bieten hatte, ging es wiederum Richtung Triest.
In Muggia, wo wir schon mal ein Wochenende verbracht hatten, wurde Halt gemacht um der schönsten Zeit des Tages zu frönen: der Mittagszeit :-)
Als wir damals ein Wochenende in Muggia verbrachten, hatten wir ein nettes, kleines Lokal gefunden, in welchem man günstig ausgezeichnete Fischgerichte schlemmen konnte. Nun denn, in der Zwischenzeit hatte sich dieses Lokal einen Namen gemacht. Schon den Eingang zierten Aufkleber mehrerer berühmter Restaurantführer. Leider hatte der Lokalbetreiber auch die Preise dementsprechend angepasst...
Gespeist haben wir schlussendlich im "La Bussola", ein nettes Lokal am Meer, nichts Aufregendes, aber man speist relativ gut und relativ günstig. Also, wer mal in Muggia Halt macht, sollte hier einkehren - aber wer verirrt sich auch schon nach Muggia...
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| 2008.05.02 - Muggia-Tri |
29 April 2008
Ich lebe noch
Da die ersten warmen Sonnenstrahlen, der Duft des Frühlings, die immer kürzer werdenden Röcke der Damenwelt - kurz gesagt die aufkeimenden Frühlingsgefühle - derzeit aber jenen Teil meines Denkstüberls besetzt halten welches für meine schriftstellerische Ader verantwortlich ist, diesmal kurz und schmerzlos:
27 Februar 2008
Weisheiten des Lebens - Warum man immer den Beipackzettel lesen sollte

Deshalb meine lieben Leserinnen und Leser: werft immer einen Blick auf die Beipackzettel der Medikamente - so mancher Schreck könnte euch erspart bleiben ;-)
18 Februar 2008
2008 - Das Jahr der Veränderungen
1. Veränderung: im Anschluss an ein Meeting auf Burg Karneid knallte ich aus bisher ungeklärter Ursache Kopf voraus auf den Boden. Daraus resultierten gut sichtbare Abschürfungen im Gesicht, welche tags darauf anlässlich der Sebastianifeier der Schützenkompanie Karneid-Kardaun zu wüsten Spekulationen Anlass gaben. Eine Theorie besagte, dass ich mir diese Verletzungen im Kampf um die Stimmen für meine Wiederwahl zugezogen hatte ;-)
2. Veränderung: kaum waren die Sturzwunden verschwunden, nahm ein so genanntes Gerstenkorn Besitz von meinem linken Auge. Nichts Schlimmes (war nich einmal ein Foto wert), nach einem Tag war alles wieder verschwunden.
3. Veränderung: jeder Häuselbauer kennt diese Situation, früher oder später geht das Geld schneller raus als rein. Da kam mir das Angebot meines Zahnarztes: "Zieh 4, zahl 2" gerade recht, um mich von meinen Weißheitszähnen zu befreien. So ging es also frohen Mutes an einem Montag nach der Arbeit zu meinem Zahnarzt, welcher mich auch schon sehnsüchtigst erwartete. Nachdem mir meine im Laufe der Tage durch meine Bekannten eingeredeten Bedenken ausgeredet worden waren, ging es an die Narkose. Spätestens beim Anblick der rießigen Spritze hatte sich mein Tiroler Heldenmut durch die Türe verabschiedet. Nachdem der Onkel Doktor 4 mal nachgeladen und somit alle meine Weißheitszähne beglückt hatte, ging es ans Eingemachte. Schmerz kannte ich aufgrund der Elefantendosis nicht mehr, mein ganzes Gesich samt Ohren und Zunge fühlte sich irgendwie taub an - eine meiner Bekannten hätte sicherlich gesagt, ich hätte einen dümmlichen Gesichtsausdruck ;-). Leider war mein Hörnerv nicht betäubt worden und so konnte ich den ganzen netten Geräuschen von irgendwelchen Abbruchhämmern, Stemmeisen, splitternden Zähnen und Bohrern lauschen...
Nach etwas mehr als einer Stunde war der Spuk vorbei und das Ergebnis konnte sich sehen lassen:
07 Februar 2008
Verona – die Stadt der gebrochenen Herzen
Romeo und Julia, Corrado und Isabella (aber hallo) – Verona wird gemeinhin als die Stadt der Verliebten bezeichnet (komisch, sind ja alle auf tragische Weise aus dem Leben geschieden). Was liegt also näher, als in dieser Stadt eine Hochzeitsmesse zu organisieren? Natürlich war dies eine ausgezeichnete Möglichkeit um die Weichen für die Zukunft zu stellen und wichtige Entscheidungen zu treffen – ich durfte also nicht fehlen.
Mit den Italienischen Staatsbahnen ging es also an einem Freitag ziemlich nervös (gewisse Menschen - zum Glück nur sehr wenige - haben einfach die Macht, mich nervös zu machen :-)) Richtung Süden. Nach einer entspannenden Fahrt neben zwei Ratschschachteln kam ich in Verona an.
Da meine Messemitbesucherin irgendwo im Stau feststeckte, war ich gezwungen, mich alleine durch die Großstadt zu schlagen :-) Nachdem ich in den Stadtbus Richtung Messegelände gestiegen war, fühlte ich mich urplötzlich wieder in eine andere Weltmetropolo zurück versetzt: Rio. Wahrscheinlich war ich der einzige Busnutzer welcher der italienischen Sprache mächtig war – wahrhaft babylonische Verhältnisse...
Der Besuch der Messe war interessant und anregend zugleich (habe sogar an einem Kochkursus teilgenommen), die Stadt selbst aber ungleich aufregender. Es war mein erster Besuch in Verona, die Stadt selbst zähle ich zu den schönsten Italiens. Insbesondere die Altstadt ist eine Aneinanderreihung von Entdeckungen in den verwinkelten Gassen. Man kann förmlich die tragische Romantik bzw. die romantische Tragik „riechen“, welche Shakespeare zur Neiderschrift von „Romeo und Julia“ animiert hat.
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| 2008 - Verona |
31 Januar 2008
27 Januar 2008
Mein Florenz-Tagebuch – Tag 4+5
An unserem 4. und gleichzeitig letzten Tag in Florenz stand ein Treffen mit Alex, einer Bekannten meiner Begleiterin aus den Vereinigten Staaten, welche sich in der Zwischenzeit in Florenz niedergelassen hat, auf dem Programm.
Nun konnten wir auch feststellen, wie wertvoll „Insiderwissen“ in solchen tourismusprostituierten Städten ist. Alex führte uns zum Mittagessen in ein Lokal in der Nähe des „Ponte Vecchio“, in welchem man für 7€ bzw. 10€ ein komplettes Menü zu sich nehmen konnte. Zugegebenermaßen war die Auswahl nicht gerade berauschend, aber besser eine kleine Speisekarte mit Gerichten welche der Koch beherrscht als eine umfangreiche mit zahlreichen Experimenten...
Für intensiven Kulturgenuss war diesmal keine Zeit (wenn Frauen quatschen dann quatschen sie), war vielleicht auch besser – mein Kultur-Akku hatte in den letzten Tagen bereits die volle Ladung erhalten ;-)
Abends ging es wieder ins „Di Sordo“. Ich entschied mich für frittierte Artischocken und frittierte Huhn- und Hasenstückchen. Wollt ihr einen Rat von einem weit gereisten, sämtliche Spezialitäten (außer auf Amazonasdampfern) aller Herren Länder probierenden Tiroler wissen? Esst am Abend nicht zu viel Frittiertes – es liegt schwer auf dem Magen...
Am nächsten Tag ging es frühzeitig mit dem Zug Richtung Venedig. Nachdem wir einen Abstecher nach Brescia (lange Geschichte...) gemacht hatten, ging es heimwärts in die Dolomiten nach Sappada.
Aus Erfahrung wird man klug – dies gilt sogar für mich. Seitdem ich mich schon einige Male beim Eiskratzen geärgert hatte, wird mein Auto seither immer zugedeckt – zumindest die Frontscheibe.
Nun hat es sich zugetragen, dass es während meines Florenz-Aufenthaltes Frau Holle Sappada mit Schnee beglückt hatte. Eine liebenswerte Person hatte deshalb mein Auto mit dem Besen vom ärgsten Schnee gereinigt – auch die Decke auf der Frontscheibe. Als nun während des Tages die Sonne auf den Opel knallte, bildete sich zwischen Scheibe und Decke ein feiner Wasserfilm. So stand ich also am Montag um ca. 5.00 Uhr in der Früh fluchend bei meinem Auto - die Decke war an der Frontscheibe angefroren...
Die steifgefrorene Decke hat übrigens diese Aktion nicht überlebt – den letzten Teil ließ sich bei Welsberg von der Frontscheibe lösen...
22 Januar 2008
Mein Florenz-Tagebuch – Tag 3
Nachdem ich die letzten Tage mit der Beschaffung von Stimmen für meine Wiederwahl zum Hauptmann der SK Karneid-Kardaun beschäftigt war, finde ich nach geschlagener Schlacht endlich wieder die Muße um mein Florenz-Tagebuch weiterzuführen.
Der dritte Tag in der Hauptstadt der Toskana war der absolute Höhepunkt - sei es aus kultureller als auch aus kulinarischer Sicht.
Unseren Kultur-Hunger stillten wir im Palazzo Pitti bei Dutzend und Aberdutzend Bildern. Besonders interessant jener Teil der Ausstellung, in welchem Bildnisse der Schlacht von Custozza dargestellt waren. Bilder voller Pathos aus denen die Nationalität des Künstlers klar ersichtlich ist. Nachdem wir einige Stunden durch den Palast gelustwandelt waren, war mein Tagesbedarf an Kultur gestillt.
Dies war eigentlich der einzige sonnige Tag meines Florenz-Aufenthaltes, er lud förmlich zum Bummeln ein. Während wir so dahinschlenderten standen wir plötzlich vor der „Bottega del cioccolato“ – fantastisch. Natürlich habe ich sofort ein paar handgemachte Pralinen und ein paar besondere Tafeln Schokolade (100%, 85%, 70% Kakaoanteil, mit Grüntee und mit Fleur de Sel) als Mitbringsel für ganz besondere Personen erstanden. In der Zwischenzeit habe ich mich überzeugt, dass ich die besonderste Person bin die ich kenne – die Schokolade bleibt also bei mir :-)
Nach dieser süßen Offenbarung ging es am Abend zum Cocotrippone, ein Lokal mit 26 (!) Sitzplätzen auf ca. 20m2, in dem es keine Einzeltische gibt. An unseren Tisch wurden zwei Pärchen (offenbar Feinde des Alkohols, wir haben aber den Tischdurchschnitt auf ein akzeptables Maß angehoben) mit einer sehr redseligen Dame gesetzt. Leider hatte diese eine Stimmlage, die man nicht überhören konnte... Innerhalb von ca. 15 Minuten wussten wir dass sie aus Bari stammt, ihre Heimat nicht liebt (dobbiamo tornare in terronia), nun in Turin lebt, Klavier spielt, ihre erste elektronische Orgel nur über eine Oktave verfügte, die zweite dafür schon über drei – dies war der Zeitpunkt um die zweite Flasche Chianti zu bestellen - Anschließend war es einfacher ihre Piepsstimme zu überhören. Dafür entschädigte das Essen für vieles: „Risotto della casa“ und die obligatorische Fiorentina – einfach wundervoll. Kostenlos wurden wir auch hier nicht verköstigt, aber wenn die Mahlzeit so mundet zückt man schon mal lieber die Bancomat-Karte :-)
Diesmal hatte wir auch Glück mit den Großvenedigern: 7,60€ und 8€ für jeweils 2 Stück - wahre Schnäppchen...
11 Januar 2008
Mein Florenz-Tagebuch – Nachtrag zu Tag 2
Nachdem ich mich vom 20€-Schock erholt habe und ich sogar ein Dankesschreiben des italienischen Ministerpräsidenten erhalten habe (wird für meine Wiederwahl zum HPTM wohl nicht förderlich sein), geht es nun weiter mit meinem Florenz-Tagebuch.
Am 2. Tag stand der Besuch des Domes auf dem Programm. Hier ist besonders die Kuppel einen Besuch wert. Nach langem Treppen steigen erreicht man die Innenseite der Kuppel, welche mit Fresken zum Weltuntergang bemalt ist – einige Gestalten erschienen mir sogar bekannt...
Nach weiteren Stufen (insgesamt über 400) erreicht man den Außenbereich der Kuppel. Von hier aus hat man einen wunderbaren Ausblick auf Florenz – bei Schönwetter, bei Nieselregen ist man eher versucht, baldmöglichst wieder ins Innere zu gelangen. Weiter störend: die Handyfetischisten welche ihren Hinterbliebenen immer und überall lautstark mitteilen müssen, wo sie sich gerade befinden – glücklicherweise habe ich dieses Problem mit meinem Teilzeitmobilfunktelefon nicht ;-)
Anschließend ging es Richtung „Piazza della Signoria“ und danach weiter zum „Ponte Vecchio“. Überall massig Touristen, bewaffnet mit Digitalkameras (ihr Erfinder wird sich schon dumm und dämlich verdient haben – hoffe ich zumindest für ihn) und Mobilfunkgeräten.
Nachdem wir also den ganzen Tag über Kultur eingeatmet hatten, war ein gediegenes Abendessen (diesmal gut informiert) mehr als verdient. Es ging ins „Di Sordo“, ein typisches Lokal ganz in der Nähe unserer Wohnung. Kostenlos war das Essen hier auch nicht, aber für die konsumierten Speisen (wenn ich esse, dann esse ich :-)) wirklich angemessen. Empfehlenswert.
Abschließend bedanke ich mich bei Herrn Prodi, George „Doppely“ Bush und S. Magnago für die aufmunternden Kommentare, teile ihnen aber gleichzeitig mit, dass dies eine überparteiliche Seite ist auch bleiben wird und ich ihre Politik sowieso nicht unterstütze. Die Südtiroler Parteienlandschaft besitzt nun ja zwei Parteien mit der Freiheit im Namen – da werde ich schon was finden ;-)
Ein Gruß ins Lazarett nach Girlan. Der Witz von den Schützen welche nicht mehr Schi fahren da der Schnee aus Italien kommt, war super - brachte mich aber ins Grübeln: Hom die Pusterer kuan Schnea mehr? Nor hoffmer mol, dass is Gros leibolamol wiader wochst...
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| Florenz - Tag 2 |
03 Januar 2008
Mein Florenz-Tagebuch - Tag 1
Und hier der aktuelle Restaurant-Nicht-Tip: Il Barroccio
Essen gar nicht gut, dafuer aber sauteuer. Schon bei der Aufnahme der Bestellung hatte unsere Bedienung (zum Glueck) leichte Schwierigkeiten - meinen Hauptgang hat sie einfach vergessen... Dass ich den Hauswein (7€ pro 1/2 Liter) degustieren durfte, hat mich zwar geehrt, konnte aber ueber die Maengel der Vorspeise nicht hinwegtaeuschen. Die "Assaggini della casa" waren nichts anderes als ein lieblos zusammengewuerfelter Teller aus (Tiefkuehl)-Vorspeisen, welche man ueberall bestellen kann - von Toskanischen Spezialitaeten weit und breit nichts zu sehen.
Da (gluecklicherweise) mein Hauptgang irgendwo auf dem Weg aus der Kueche verschollen war, ging es also direkt zum Nachtisch (da kann man ja nix falsch machen?) - ein Schokloadenmousse. Nun denn, seine Luftigkeit wird dieser unfoermige Klumpen wohl schon kurz nach seiner Herstellung - schaetzungsweise irgendwann vor Weihnachten - verloren haben...
Insgesamt haben wir fuer diese Erfahrung 56€ geloehnt (12% fuer den Service und 5€ fuer 2 Kaffee inklusive), deshalb lautet meine Bewertung: 1A Touristenfalle, man fuehlt sich wie im Urlaub ;-)








