15 Oktober 2008

Mein Urlaub 2008 - Auf den Spuren der Tempelritter

Nachdem wir uns endlich an den Geruch fauler Eier, an den Bianco di Pitigliano, an den Morellino di Scansano und an Wildschwein in jeglicher verdaubarer Form gewöhnt hatten, war es auch schon wieder an der Zeit, Saturnia zu verlassen - nicht ohne jedoch vorher einige Andenken für meinen Weinkeller zu besorgen. Freue mich schon auf eine nette Weinverkostung mit Johanna ;-)

Nächste Etappe in unserer Urlaubsplanung war Venedig und da uns noch genügend Zeit zur Verfügung stand, entschieden wir uns für eine Bummeltour quer durch den Stiefelstaat. So ging es also zunächst durch das Latium bis nach Umbrien. Diese beiden Regionen sehen der Toskana sehr ähnlich - mit dem großen Unterschied, dass sie touristisch bei weitem nicht so überloffen sind.

Unsere erste Etappe war Orvieto im Herzen Umbriens. Die Stadt liegt atemberaubend auf einem Hügel und besticht nicht nur durch das gute und preiswerte Essen (Davon kann man in Bozen nur träumen...).
In den letzten Jahren habe ich so manches Bauwerk in Rom, Venedig, Verona, Florenz und Kardaun bestaunen können, vom Dom in Orvieto war ich aber besonders überrascht. Mitten in der tiefsten Provinz erhebt sich urplötzlich ein Bauwerk in den Himmel, welches den weit berühmteren in den anderen italienischen Zentren der Kultur - zumindest meiner Meinung nach - in nichts nachsteht.
Besonder interessant die Geschichte des Doms. Scheinbar machten die Tempelritter auf ihren Reisen aus und in das Heilige Land oft und gerne hier Station. Der Legende nach soll auf den Eingangsportalen das Versteck des heiligen Grals verborgen sein - trotz intensiver Suche habe ich leider nichts gefunden :-(

Nach einem Kurzstopp in Città di Castello ging es weiter nach Chioggia. Chioggia wird ja gerne als Kleinvenedig bezeichnet, großer Unterschied ist der hektische Verkehr. Gerast wird immer und Überall, wenn dich einer auf dem Gehsteig niederstreckt, haste eben Pech gehabt...

Spät in der Nacht in Venedig angekommen, eröffnete sich uns ein ganz neuer Ausblick: das erste Mal konnte ich die neue Brücke des Calatrava über den Canale Grande bestaunen. Dabei handelt es sich um die 4. Brücke innerhalb weniger 100 Meter über den Canale Grande - fast schon Bozner (Talferwiesen) Verhältnisse... Bleibt nur noch herauszufinden, wer von den beiden Busenfreunden Durnwalder und Galan als erstes die Idee für diese Beglückung der Bevölkerung hatte...

2008.07.02 - Saturnia-Venedig

1 Kommentar:

Jesolo hotel hat gesagt…

Es ist eine sehr gute Wahl. Dieser Ort atemberaubend! Vielen Dank für diesen Artikel.