30 Juni 2009

Großglocknerexpedition 2009 - Begleitfahrer gesucht

Wie wohl so einige unter euch vernommen haben, steht dieses Jahr eine besondere Rad(tor)tour auf dem Programm: die Erklimmung des Großglockners mit reiner Muskelkraft.

Das diese Tour ein ganzes Wochenende in Anspruch nimmt und somit auch Dinge des täglichen Gebrauchs (Zahnbürste, Dinge der täglichen Körperhygiene, nicht zu vergessen die Abendkluft für Lienz und das Zillertal) mitgeführt werden müssen, wird die ganze Geschichte mit einem Rucksack auf dem Buckel eine nette Plackerei...

Deshalb - und aus Zweifel an der Fitness - sind wir zum Schluß gekommen, dass ein Begleitfahrer samt Begleitfahrzeug inklusive Rucksäcken im Kofferraum, dem Gelingen dieser Expedition zuträglich wäre.

Gesucht wird also eine Person, welche sich bereit erklärt, unseren Tross von Freitag, den 31. Juli 2009 bis Sonntag, 2. August 2009 mit dem Auto zu begleiten.

Anforderungsprofil: gültige Fahrbescheinigung, Freude am Fahren, Organisationstalent (Organisation der Unterkünfte), kürzlicher Besuch eines Fahrsicherheitskurses. Eine gewisse Kontaktfreudigkeit wäre von Vorteil und der Bewerber sollte wissen, dass man Bier nicht zum Stiefel putzen benutzt.

Etappen:
  • Bozen-Lienz:Start am 31. Juli um 8.00 Uhr vor dem Landhaus 8 in der Rittner Strasse 13, 39100 Bozen, Süd Tirol. Weiterfahrt bis Lienz. Dort heftig Nightlife und Übernachtung (?)
  • Lienz-Mayrhofen im Zillertal: Ankunft zwischen 15.00 Uhr (der Erste) und 22.00 Uhr (Der Letzte).  Treffpunkt im Biergarten der "Zillertaler Brauerei". Anschließend heftig Nightlife und Abendruhe (?)
  • Mayrhofen-Innsbruck: Ankunft in Innsbruck zwischen 13.00 Uhr (der Erste) und 20.00 Uhr (Der Letzte). Anschließend Zugtransfer nach Bozen.
Wer sich angesprochen fühlt, meldet sich bitte unter folgender Rufnummer: 333 2767792.

Geboten wird eigentlich gar nichts - außer heftig Spaß ;-)



29 Juni 2009

-2 - Der Tag der Abrechnung naht

Es ist wie beim Stempeln beim Land: jeder Eingang braucht einen Ausgang. Und am Freitag hatte ich viel Eingang, sehr viel Eingang sogar. Wird wohl die seelische Verbundenheit mit meinem Alten Egon gewesen sein ;-)

Aber immerhin war ich ja felsenfest davon überzeugt, dass ich meine diesjährige Gewichts- bzw. Taillenwette schon gewonnen hätte. Wenn, ja wenn da nicht diese zwei überaus charmanten Damen gewesen wären, die mich überzeugt haben, dass meine Wettpartnerin nicht nur des Kaviars und des Wodkas Willen nach Moskau gereist ist.

Von den wildesten Gedanken an extremste Turnübungen ihrerseits gepeinigt, musste ich unbedingt mein Gewissen beruhigen. Ein Familientreffen auf der Cisloner Alm bei Truden kam da gerade recht. Natürlich mit Tina. Und natürlich über Kohlern.

Bis ich meine Kampfausrüstung beisammen hatte (teils in Kardaun und teils in der Mila) wurde es nach elf. Wer schon mal nach Kohlern geradelt ist (ich kenne eigentlich wenige), kann sich wahrscheinlich vorstellen, wie einem die Mittagssonne gnadenlos auf den Kopf knallt. Aber die Gedanken an die Gymnastikübungen trieben mich weiter und weiter und weiter...

Nach den Schneiderwiesen traf ich dann auf einen Verrückten mit Kinderwagen - wird wohl auch für den Großglockner trainieren ;-) Seine Partnerin strampelte hinten nach und machte einen ganz entspannten Eindruck - soviel zum Thema Gleichberechtigung...

Nach einigen Umwegen, weiteren Steigungen und super Aussichten kam ich endlich auf der Cisloner Alm an. Und das Schönste an solch einer Plackerei? Du kannst einen, oder zwei oder drei oder gar vier Kaiserschmarrn essen, du hast'se eh schon verbrannt.

Zum Abschluss noch ein Spruch: "Wer suchet, der findet" - für die Strandfigur ist es aber schon zu spät ;-)

Tordaten:
Distanz: 115,53 km
Anstieg: 2675 hm
Zeit: 06:33:30
Durchschnittstempo: 17,62 km/h
geschätzter Kalorienverbrauch: 3693,8 kcal / 15465,1 KJ

20090628 - Cisloner Alm

26 Juni 2009

Im Leben sieht man sich immer zweimal

Eigentlich hatte ich seit den Vorfällen in dieser lauen Spätsommernacht im Jahr 2004 bereits abgeschlossen. Und plötzlich stand sie da. Beim Herz-Jesu-Feuer. Ihr Anblick weckte Erinnerungen.
Schöne Erinnerungen. Wie damals in Terlan. Als wir gemeinsam die Nacht im Freien verbrachten, während unten das Schützenfest tobte.

Und da war sie nun plötzlich, meine Berta. Wie viele Nächte hatten wir uns gemeinsam um die Ohren geschlagen? Das Wiedersehen war ein bisschen eigenartig, komisch - kein Wunder nach dieser ganzen Zeit der Trennung. Es genügte jedoch eine einzige Berührung, um mir ihre schlanken Formen in Erinnerung zu rufen - gerade so als ob es Gestern gewesen wäre. Und sie kam schnell wieder zurück, unsere alte Vertrautheit. Die ganzen Handgriffe um sie nach kürzester Zeit zur Explosion zu bringen - ich kannte sie alle noch. Sie wurde richtig heiss - und Rosi richtig nervös. Es machte aber wahnsinnig Spaß, und nicht nur mir...

Mit besonderer Widmung für Kurt & Kurt

25 Juni 2009

Sommerumfrage

Aus gegebenem Anlass auf der rechten Seite mal wieder eine Umfrage.

Mein erster eigener Fahnenmast

Im Leben eines Mannes gibt es einige epochale Schritte, welche sein Leben mit Nachhaltigkeit prägen (sollten): das erste eigene Fahrrad, die erste eigene Freundin, das erste eigene Auto und der erste eigene Fahnenmast.

Bei mir war es letzen Samstag soweit. Nach ewig erscheinender Vorbereitungszeit stand der Ständer endlich in voller Größe in der Mair-Wiesn II.

Manch einer wird nun denken: Zu was zum Teufel braucht man einen Fahnenmast? Die Antwort ist simpel und liegt auf der Hand: zur Benachrichtigung. Alle Freunde, Kollegen und Arbeitsbekannten können von der Autobahn aus, der SS12 her, vom Zug aus, vom Radweg her, vom Ritten herunter... sofort feststellen, ob ich anwesend bin und ob gekühlte Getränke vorhanden sind.

Hier folgend die Bedeutung der verschiedenen Fahnen:
Weiss-rot: der Hausherr ist anwesend, Rotwein ist vorhanden
Grün-weiss: der Hausherr ist anwesend, Weißwein ist vorhanden
Gelb-weiss: der Hausherr ist anwesend, Bier ist vorhanden
Rot-weiss-rot: der Hausherr ist anwesend, Getränke selbst mitnehmen
Hugh-Hefner-Fahne: der Hausherr ist anwesend, bitte nicht stören
Grün-weiss-rot: Putsch - der Hausherr hat nicht mehr viel zu melden...


PS: mit so einem Ständer hätte man auf Malle schon gewonnen ;-)

18 Juni 2009

Einige Richtigstellungen

Nachdem meine letzten Beiträge teils heftige Reaktionen verursacht haben, sehe ich mich dazu genötigt, einige Dinge richtig zu stellen.

Richtigstellung 1: Ich bin noch nicht verheiratet. Mir ist ein simpler Schreibfehler unterlaufen. Statt "...die einzige Frau, die sich bis dato mit mir vor dem Altar getraut hat..." sollte geschrieben stehen "...die einzige Frau, die sich bis dato mit mir vor DEN Altar getraut hat..." - soll heissen: ich war Trauzeuge und sie hatte keine Angst, mit mir vor dem Altar zu stehen.
Es freut mich aber ganz besonders euch mitteilen zu können: bis zu meiner Hochzeit dauert es nicht mehr so lange, wie es bisher gedauert hat :-)
Der andere Schreibfehler war - ganz nach dem Motto "Sex sells" - gewollt ;-)

Richtigstellung 2: Mein Blog ist sehr gut besucht - und zwar weltweit. Aus Brasilien hat sich sogar Fabio Chips mit einer guten Nachricht gemeldet: Marcus T. lebt
Blogger Fábio Chips hat gesagt...

Hi! If google translator did a good job and I understood your post correctly, I also was a victim of the same German scoundrelly you were. And more than one year later in Belém. Brazil is great place if you want impunity. He was very convincing, though. A perfect "malandro". I am a Brazilian, and I was impressed by his story, but also ashamed to be fooled by a "gringo" in my own country.

Der arme Marcus. Seit mehr als 2 Jahren bettelt er in Belèm um Geld damit er endlich sein gestohlenes Flugticket ersetzen kann - hätte er mir seine richtige Mail-Adresse gegeben, ich hätte ihm schon Geld überwiesen...

Weiters ist es mir eine große Freude euch mitteilen zu können, dass diese meine schriftstellerischen Fähigkeiten nun auch jene finanzielle Wertschätzung erfahren, welcher sie eigentlich würdig sind: demnächst wird der erste Scheck aus dem Hause Google im Hause Mair eintrudeln. Hoffentlich habe ich die richtige Adresse angegeben - neuerlich bei der Steuererklärung musste ich sogar im Personalausweis nachschauen, wo ich überhaupt wohne - war irgendwie peinlich...

Richtigstellung 3: Ich bin nicht andauernd betrunken. Am Montag hatte ich das Impfgespräch und da sie gerade einige Impfungen im Angebot hatten, habe ich knallhart zugeschlagen. Bin jetzt gegen alle vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Viren absolut imun... Immerhin, seit Montag bin ich schon beduselt, wenn ich nur Alkohol rieche - und dementsprechend immer gut drauf ;-)

Und hier noch eine Bekanntmachung: am Samstag, den 20. Juni 2009 findet in der Mair Wiesn II eine Fahnenmastenlochgraber-Party statt. Es sind auch Pustertaler Baggerer herzlichst eingeladen - die solln beim baggern ja besonders guit sein ;-)))


12 Juni 2009

Einladung zur "Schlauchflicker-Party" und zur "Nacht der Elfenbeinküste"

Nachdem ich 2007 gezwungenermaßen unsere Brasilien-Reise finanziert hatte, ist 2009 das Jahr der süßen Rache: mein Nix-Kosten-Urlaub steht an :-)

Von höheren Mächten wurde die Elfenbeinküste als Ziel erwählt. Ich bin überzeugt, dass dies - entgegen der Sicherheitswarnungen der Außenämter Deutschlands, Österreichs, der Schweiz und Italiens (aber die waren ja noch nie so richtig mutig) - ein lustiger, entspannender und ruhiger Urlaub wird. Sicherheitshalber nehm' ich einfach meinen Schützenausweis mit - wir Kämpfer für die Freiheit der Heimat verstehen uns ja weltweit :-)

Da man sich vor jeder Kontinentalreise gebührend verabschieden soll, gibt es auch diesmal wieder eine Feier: die "Schlauchficker-Party" und die "Nacht der Elfenbeinküste". Datum ist Samstag, der 4. Juli (Interessierte können gleichzeitig mein Geburtstagsgeschenk vorbei bringen), Beginn irgandwann am Vormittag mit der "Schlauchflicker-Weißwurst-Party" und Fortsetzung bis in den späten Abend mit der "Nacht der Elfenbeinküste". Hier gibt es dann eine typische Spezialität meiner Reisedestination: "Von Motor betriebenen Fortbewegungsmitteln aus dem Leben gerissenes Geflügel auf Reismatsch mit Erdnusspampe".

Damit ich die ungefähre Anzahl der Hühner kenne, welche ich demnächst zur Strecke bringen muss, ist eine Anmeldung unbedingt erwünscht. Schreibt mir einfach eine Mail an maiand4@dnet.it oder stellt einen Kommentar in diesen Blog - und schon seid ihr dabei ;-)

Grüße derweilen, man sieht sich am 4.

Ohne Titel

Marschierendes Protestieren gegen Faschistendenkmäler ist zeitaufwändig und kostet Kraft, aber nachdem sich auch die einzige Frau, die sich bis dato mit mir vor dem Altar getraut hat ob meiner Schreibfaulheit beklagt hat, reisse ich mich mal am Riemen und erzähle euch mal wieder - passend zum Gedenkjahr - aus dem (schein)heiligen Land Tirol.

Viel Zeit ist seit meinem letzten Eintrag vergangen und viele Dinge - erfreuliche wie unerfreuliche - sind geschehen. Oft wollte ich einen Beitrag verfassen, oft habe ich den Computer gestartet. Und kaum war das Teil gestartet, verfiel ich in Träumereien und saß lange Stunden so da und dachte nur noch an Johanna... Hätte mir niemals gedacht, dass ihr Foto als Bildschirmhintergrund mich dermaßen ablenken kann ;-) Meinen Bildschirm schmückt nun die rassige Tina mit ihrem gewaltigen Vorbau, der alles wegsteckt - mal schauen wie es  mir mit ihr ergeht. Zum Glück ist Eifersucht für Rosi ein fremdes Wort :-)

Seit einigen Tagen schreiben wir ja das Jahr 2009 und nachdem ich meine vorjährige Wette ja gewaltig versemmelt habe, schreit das geschundene Selbstbewusstsein förmlich nach Erfolgserlebnissen - eine einzige Herausforderung ist da kaum ausreichend.

Also mussten diese Jahr 2 Wetten her:
Wette 1: Jeden Mittwoch zum Gasthof "Schneiderwiesen" in Kohlern treten - der letzte zahlt eine Runde Weißbier. In der Zwischenzeit wird diese Wette jedoch so lange ausgesetzt, bis die natürliche Erosion die Steigung auf den Kohlerer Berg auf ein erträgliches Maß reduziert.


Für meine beiden Kohlern-Strategen ;-)



Wette 2: Ganz was Lustiges. Wer innerhalb 30. Juni mehr Prozent an Gewicht und Taillenumfang verliert, hat - schlicht und ergreifend - eine Reise gewonnen.
Diese Aktion wird meinerseits natürlich absolut prioritär behandet, und so habe ich mir auch eine PFT - Personal Fitness Trainerin - zugelegt. Da kann es dann schon passieren, dass man sich Samstags um 6.00 Uhr beim Bozner Freischwimmbad trifft und mal kurz 80Km durch die Gegend strampelt - der Kaffee in Kurtinig ist dann aber umso gnussiger :-)
In der Zwischenzeit spannen meine Hosen nicht mehr so und meine Lederhosen sind auch nicht mehr so ausgefüllt - wenn sich meine Wettpartnerin nicht noch zu einem chirurgischen Eingriff entschließt, würde ich mal behaupten,  die Sache ist gegessen :-)
In der Zwischenzeit braut sich aber schon was Neues über meinem Haupte zusammen: Insiderinformationen zufolge soll diese Wette ausgebaut werden. Nicht nur Gewicht verlieren, nein auch Gewicht halten soll nun ein Kriterium sein. Von meiner Seite aus vollkommen indiskutabel und unannehmbar, käme dies ja einem Besuchsverbot des Bozner Weihnachtsmarktes gleich ;-)