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| Von L' Ivorienne |
28 Juli 2009
L' Ivorienne
27 Juli 2009
Raus aus der Elfenbeinküste - der Rückflug
Im Flugzeug selbst ertönte plötzlich die Ansage "Wir entschuldigen uns für die Umstände, wir müssen sie aber desinfizieren". Wie bitte? Und schon sausten zwei Flugbegleiter vorbei und versprühten ein komisches weisses Pulver. Selbe Geschichte in Monrovia, wo weitere Fluggäste zustiegen.
Nach einigen Turbulenzen setzte unser Flugzeug um ca. 4.30 Uhr zur Landung am Brüsseler Flughafen an. Und hier gab es bei der Sicherheitskontrolle mal was Neues: sogar die Schuhe mussten ausgezogen werden. Glücklicherweise hatte ich gerade am Tag zuvor mein einziges auf diese Reise mitgenommenes Paar Socken gewaschen - diese geniale Idee hatten offensichtlich nicht alle :-)
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| Raus aus der Elfenbeinküste - der Rückflug |
26 Juli 2009
Ab in die Elfenbeinküste - Die letzten Tage
Das beste hier ist eigentlich das Essen. Für unseren letzten Abend hatte unser Gastgeber frischen Fisch, Krebse, Meeresfrüchte und Riesengarnelen organisiert - Wahnsinn. Glaube nicht, dass ich jemals so guten Fisch gegessen habe. Leider habe ich kein Foto von diesem Schmaus, ihr findet aber ein Lichtbild vom Tag vorher, als es nur Langusten gab :-)
Noch ein Wort zu den Strandverkäufern. Ganz lustige Typen. Tagelang nehmen sie dich aus wie eine Weihnachtsgans und vor deiner Abreise verlangen sie noch ein Souvenier deinerseits, damit sie ganz oft an dich denken können... So kommt es auch, dass neuerdings ein Ivorer mit einem Poloshirt "150-Jahre Musikkapelle Karneid" und ein anderer mit einer Regenjacke vom Black Bear herumläuft :-)
Im Urlaub wurden mir auch neue Spitznamen verpasst: "Fancazzista" (ich belasse es mal bei der aussagekräftigeren italienischen Version) - hat mit meiner Arbeit zu tun -, und "Mülleimer" - hat mit der Fähigkeit meines Magens zu tun, verschiedenste Speisen und Getränke in der unterschiedlichsten Reihenfolge ohne Folgeerscheinungen aufzunehmen. Außerdem wurde mir für die Dauer unseres restlichen Aufenthaltes der Verzehr von "Ajoli" - einer Soße mit zugegebenermaßen eher stark riechendem Knoblauch - verboten.
Ein letztes Wort zu meinen Mitbringseln. Lasst alle Hoffnung fahren. An unserem letzten Tag sah ich sie - "L' Ivorienne" - und ich musste sie haben. Da mir keine Geldmittel mehr zur Verfügung standen, habe ich alle Halskettchen, Armreife, Pareos... wieder an den Mann gebracht und alles Geld in "L' Ivorienne" investiert - hat sich gelohnt :-)
Und nun ein abschließender Gedanken zur Elfenbeinküste: Ein Land, in welchem dir auch in einem guten Restaurant als Apperitiv Whisky oder Gin-Tonic angeboten werden, kann nicht so schlecht sein. Einzige Schwierigkeit? Was sollst als "Huamstanzerl" trinken? Strohrum? ;-)
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| Ab in die Elfenbeinküste - Die letzten Tage |
Ab in die Elfenbeinküste - C'est l'expérience qui fait la différence
Bald schon hatte sich in der Stadt herum gesprochen, dass "le blanches" zurückgekehrt waren und frisches Geld mitgebracht hatten. Ergo verging nicht viel Zeit, und die ersten Strandverkäufer wurden bei uns vorstellig.
Und so kam es, dass ich 6000km von zu Hause eine Jeanshose zweifelhafter Herkunft um 45€ erstenden habe, welche mir höchstens zwischen dem Ende des Weichnachtsmarktes und dem Beginn der Radsaison passt... Aber der Typ fand einfach die richtigen Worte "Es geht mir schlecht, wahrscheinlich Malaria" - und schon hatte ich die Hose gakauft und auch noch 5000cfr darauf gelegt, damit er auch wirklich ganz schnell zur Apotheke laufen und sich dort ein bisschen Medizin kaufen konnte. Und wahrlich, am nächsten Tag sprang der Typ wieder vom prallen Leben gepackt auf dem Strand herum...
Dieser Tage lernte ich auch Noemi kennen, welche es mit ihren magischen Händen geschafft hat, alle meine Versteifungen zu lösen. Normalerweise stehe ich ja nicht unbedingt auf diese Sachen (schon gar nicht mitten am Strand), aber nachdem sich ihr bereits meine Reisebegleiterinnen anvertraut hatten, überwand auch ich meine Zweifel. Und wahrlich, nach dieser Strandmassage fühlte ich mich wie neu geboren und bereit für den Großglockner :-)
An einem Tag stand der Besuch von Assinie auf dem Programm. Assinie liegt ca. 40Km von Grand Bassam entfernt und war vor Ausbruch des Bürgerkrieges DIE Touristendestination der Elfenbeinküste schlechthin. Heute findet man dort noch die Überreste des "Club Med" und "Valtur". Die Afrikaner sind schon ein komisches Völkchen. Anstatt diese Strukturen für sich zu nutzen, haben sie alles zerstört und hausen lieber in ihren Baracken...
Eine nette Geschichte zu diesem Tag: ein Einheimischer - die auch hier von Touristen angezogen werden wie die Motten vom Licht - erzählte uns, dass es in der Elfenbeinküste üblich sei, den Einheimischen einen kleinen Obulus zu hinterlassen, sobald man einen neuen Strand betritt. Normalerweise besteht dieser Obulus aus Bonbons für Kinder, da er aber kein Kind mehr sei, gäbe er sich auch mit Geld zufrieden...
Besonders gut erinnere ich mich an jene Nacht, in der die Stomversorgung ausgefallen war. Wahrscheinlich geschieht die des Öfteren, und deshalb war unsere Herberge auch mit einem Generator ausgestattet. Nur dumm, dass die Zimmerklimaanlage nicht an diese Leitung angeschlossen war. Dumm deshalb, da die Klimaanlage das wirksamste Mittel gegen Mücken ist. Und so fand ich mich um ca. 3 Uhr in der Früh wieder, wie ich heldenhaft drei Mücken zur Strecke brachte - leider erst, nachdem sie bereits zugestochen hatten. Aber da ja allgemein bekannt ist, dass Weibchen (das sind die bösen) selten den ersten Schritt machen, wird schon alles gut gegangen sein ;-)
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| Ab in die Elfenbeinküste - C'est l'expérience qui fait la différence |
25 Juli 2009
Ab in die Elfenbeinküste - Am Arsch der Welt und einen Schritt weiter
Also ging es am Sonntag Richtung Wasweissichwiederortheisst. Die Fahrt dorthin war schon recht aufregend: ca. 150Km gut ausgebaute Straßen mit recht interessanten Fahrzeugen, ca. 60km Straßen mit einem Schlaglochanteil von ungefähr 50% und die restlichen Kilometer Schlaglöcher mit ein bisschen Asphalt garniert...
Angekommen fühlt man sich an Filme wie "Fitzcarraldo" oder "Apocalypse Now" erinnert. Den Wald kann man sich hier nur noch vorstellen - die Gegend erscheint fast schon unwirklich.
Auch das Abendessen war etwas Besonderes: Tausende Kilometer von zu Hause entfernt, mitten im Urwald, gab es italienischen Prosecco, deutsches Bier, Süd Tiroler Speck und weitere Köstlichkeiten aus Europa.
Am nächsten Tag ging es dann ins Abenteuer. Am Vormittag stand der Besuch einer Schule in Wasweissichwiederortheisst auf dem Programm. Und etwas muss man schon zugestehen, die Bildung -zumindest was Freundlichkeit anbelangt -scheint hier um einige Stufen besser zu sein. Nachdem wir also verschiedene Klassen besucht hatten, ging es an den offiziellen Teil, der Übergabe einer Spende. Natürlich lassen sich die Eingeborenen nicht lumpen und überreichen zu diesen Gelegenheiten so manches aus ihrer Küche. Um nicht unhöflich zu sein, musste wohl oder übel in den sauren Apfel bzw. in die frittierte Banane gebissen werden. Glücklicherweise hatten sie noch ein paar Flaschen ihres typischen Schnapses auf den Tisch gestellt, essen und desinfizieren ging also Hand in Hand :-)
Nachmittags fuhren wir dann weiter in den Wald zu einem Dorf. Das war die totale Härte, nix für warm duschende den Beckenrand entlang schwimmende Weicheier. Da braucht es schon ganze Kerle und Großglockner-Bezwinger um heil aus dieser Geschichte raus zu kommen :-)
Nach der musikalischen Begrüßung durch den örtlichen Chor und den Ansprachen des Dorfchefs und eines weiteren hohen Vertreter des Dorfes, wurden auch hier die Schnapsflasche hervor gezogen. Da die vormittäglichen Erblindungserscheinungen noch nicht vollständig verschwunden waren, schien es mir sicherer, dieses Gesöff abzulehnen. Nachdem ich ihnen glaubhaft erklärt hatte, dass ich Alkohol verabscheue, wurde mir zum Trost ein Glas Honig gereicht - dumm gelaufen. Jetzt gab es kein Zurück mehr, ich musste das Zeugs trinken, wollte ich nicht auf dem abendlichen Speiseplan landen (weisses Fleisch ist in diesem Fleck der Welt rar und somit sehr begehrt). Zum Glück halfen mir ca. 50 Fliegen dabei, das Zeugs hinunter zu spülen... Na ja, ich hab's überlebt und am Abend habe ich dann zur Sicherheit nochmal richtig desinfiziert :-)
Am nächsten Tag ging es wieder Richtung "Zivilisation", nach Grand Bassam, in unser Hotel, das immer noch so leer wie bei unserem Aufbruch war :-)
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| Ab in die Elfenbeinküste - Am Arsch der Welt und einen Schritt weiter |
22 Juli 2009
Ab in die Elfenbeinküste - Fotos online
Hab es geschafft, die ersten Fotos online zu stellen - viel Spass :-)
21 Juli 2009
Ab in die Elfenbeinküste - rein in den Dschungel
http://www.youtube.com/watch?v=oUMwu_gXK7Q

19 Juli 2009
Ab in die Elfenbeinküste - Abidjan
Die Straße zwischen Abidjan und Grand Bassam ist der schiere Wahnsinn. Entlang der Strecke - ca. 30 Kilometer - stehen hunderte Marktbuden, an denen von Kleintieren bis Tischlererzeugnissen alles angeboten wird. Natürlich gibt es auch hunderte Besucher, aber leider keine Beleuchtung und keinen Gehsteig. Und in der Elfenbeinküste sind sie genau: 12 Stunden hell und 12 Stunden dunkel - da sind sie total unflexibel. Und nun stellt euch mal hunderte kohlschwarze Marktbesucher längs einer pfeilsgeraden Strecke ohne Gehsteig in kohlschwarzer Nacht vor... Oder noch schlimmer: dutzende kohlschwarze Radfahrer auf einer kohlschwarzen Straße ohne Rücklicht.
Abidjan selbst ist ein einziges Abenteuer. Eine Millionenstadt (ca. 6 Mio. Einwohner) an einer Lagune gelegen und an allen Einfallstraßen mit Kontrollposten - so genannten "Barrages" - versehen. Und diese werden um Mitternacht dicht gemacht. Und wenn du auf der falschen Seite bist, haste eben Pech gehabt. Aber scheinbar lässt sich mit 2000 Franc viel regeln. Diese Kontrollposten wurden zu Bürgerkriegszeiten eingeführt und da man in einem afrikanischen Land nie so recht wissen kann, zu welchem Zeitpunkt der nächste Konflikt losbricht, wurden diese Kontrollen beibehalten.
An diesen Kontrollposten herrscht das totale Chaos: schwer bewaffnete Soldaten, welche willkürlich Autos aufhalten, gestresste Autofahrer die hupend links und rechts vorbeidrängeln, Lastwagen die keine Rücksicht auf ihre kleinen Leidensgenossen nehmen und dazwischen immer wieder Wanderhändler, die mitten auf der Straße ihre Waren feil bieten. Der Bozner Bahnhofsplatz erscheint dir hier wie der Pausenhof einer Klosterschule...
In Abidjan selbst fuhren wir zuerst zu einer italienischen Freundin unseres V-Mannes. Dort gab es italienischen Prosecco, italienische Salami und italienischen Parmesan-Käse - eine wirklich willkommene Abwechslung nach den ganzen Meeresfrüchten und exotischen Früchten der letzten Tage :-)
Zum Abendessen ging es zu einem Vietnamesen, eines der Top-Lokale von Abidjan. Hier gesellte sich ein Franzose zu uns. Irgendwie habe ich den Verdacht, dass die Weissen, die in der Elfenbeinküste arbeiten, mehr als 1500€ monatlich verdienen. Sie sind entweder im Ersatzteilhandel oder - vielsagend - im Import/Export tätig.
Nach dem Abendessen ging es in ein deutsches Lokal, zum Walter. Das war eine Gefälligkeit mir gegenüber, damit ich mal wieder in meiner Muttersprache palavern konnte. Im Gespräch hat mir Walter erzählt, dass in Abidjan nur noch ca. 40 Deutsche leben - Schäferhunde inklusive. Glücklicherweise hatte er zumindest ein anständiges Bier - Weißbier aus der Dose...
Die Rückfahrt war dann richtig aufregend: überall Straßensperren und schwer bewaffnete Polizisten und einen rießigen Stress um nich rechtzeitig die Barrage zu erreichen. Wir haben es geschafft, danach gabs noch ein Bierchen in der örtlichen Disco. Wurde noch nie so gut behandelt, es wurde sogar ein Tisch für die "Blanches" geräumt. Ist zwar ein bisschen rassistisch, aber was solls :-)

17 Juli 2009
Ab in die Elfenbeinküste - der Wert des Lebens
Anschließend gab es noch eine Führung durch ein Fischerdorf (nichts für schwache Mägen) und ein Bier auf dem Strand. Hier wurde uns nun mitgeteilt, dass diese Führung doch was kostet. Schutzgeld sozusagen, da wir durch ihre Anwesenheit nichts zu befürchten hätten.
Plötzlich ein gewaltiger Wirbel auf dem Strand. Im Meer sah man zwei Männer schwimmen. Und wie sie von den Wellen immer weiter nach draußen gezogen wurden. Einer schaffte es auf den Strand zurück, der andere war plötzlich weg. Nach ungefähr 5 Minuten hatte sich die Aufregung auf dem Starnd gelegt und die Einheimischen gingen wieder ihrer Tätigkeit nach.
Ein Leben ist hier eben nicht viel wert. Hat uns auch unser V-Mann erzählt. Einer seiner Beschäftigten hatte ihn mal um Urlaub gebeten. Auf die Frage "Weshalb" bekam er zur Antwort, dass vor einigen Tagen seine Tochter von einem Bus überfahren wurde und er eben am nächsten Tag zur Beerdigung gehen möchte...
16 Juli 2009
Ab in die Elfenbeinküste - ich lach mich dusselig :-)
Beim heutigen Frühstück wurden wir sofort von einigen Strandverkäufern angesprochen und zu einer Fahrt in einem Einbaum in der Lagune Grand Bassams überredet. Dort haben wir vor einigen Einheimischen eine gewaltige Show abgezogen - samt unfreiwilligem Bad in der Lagune. Nur ich habe mich auf dem Einbaum halten können - die restliche Besatzung - Steuermann und Rosi - ist über Bord gegangen :-)))
Diese Strandverkäufer sind in der Zwischenzeit unsere dicken Freunde geworden. Sie zeigen uns die Stadt und führen uns ganz zufällig bei den "Geschäften" ihrer Verwandten/Freunde/Bekannten vorbei - und dort gehts dann richtig zur Sache. Bevor nicht den ganzen Laden leer gekauft hats, lassen die dich nicht mehr gehen :-) Ich hoffe mal euch gefallen ivroische Halsketten und Armreife :-)
Und weil wir ja so dicke Freunde geworden sind, wurde einer meiner Reisebegleiterinnen das volle Programm angeboten: Massage, ein bisschen Sex einschliesslich Metisse :-)
Zurück von unserem Ausflug sind die Typen noch 3x mit anderen Strandverkäufern aufgetauch, jeder mit speziellen ivorischen Produkten. In der Zwischenzeit sind wir hier bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund :-)
Morgen werden sie nochmals auftauchen, die Geschichte mit dem abgesoffenen Einbaum nagt dann doch sehr an ihrer Ehre :-)
Es ist schwierig, die Gegend zu beschreiben. Der Strand könnte super sein, wenn man ihn ein bisschen pflegen würde. Der Rest stimmt nachdenklich. Grand Bassam selbst hat mit Zivilisation nicht viel zu tun, muss man aber selbst erleben, um sich ein Bild machen zu können. - seinen Charm hat es sicherlich. Und entlang des Strandes kann man noch die Hotelburgen sehen, die dann dem Bürgerkrieg zum Opfer gefallen sind. Und Eigeninitiative scheint hier nicht viel vorhanden zu sein. Wäre aber der ideale Platz zur Eröffnung einer Frühstückspension ;-)
Leider kann ich keine Fotos auf den Pc laden, werde mich aber befleissen, euch ehestens Bilder zur Verfügung zu stellen - damit ihr zumindest wisst, von was ich hier rede.
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| Ab in die Elfenbeinküste - ich lach mich dusselig ;-) |
15 Juli 2009
Ab in die Elfenenbeinküste - Der Abflug
Um ca. 10.20 erreichten wir Brüssel, der Weiterflug stand um 12.00 Uhr auf dem Programm. Unsere Reisebegleiterin hatte sich in der Zwischenzeit bereits mit einem Ivorer angefreundet, so konnten wir bereits einige Eindrücke von unserem Reiseziel sammeln.
Der Flug nach Abidjan selbst war lang. Sehr lang sogar. Ich hasse lange Flüge. Zu Glück hatten sie zumindest 2 Filme mit deutscher Sprache auf dem Programm - so wurde die Flugdauer halbwegs erträglich.
In Abidjan angekommen, erhielten wir bereits einen Einblick in die Machenschaften im Land. Unser Verbindungsmann in der Elfenbeinküste hatte alles bestens organisiert: wir wurden fast im Flugzeug abgeholt, gaben unsere Reisepässe einem Einheimischen der sie durch die Passkontrolle brachte - uns selbst haben die Behörden eigentlich nie gesehen... Scheinbar kann man auch hier mit Geld viel erreichen. Und davon konnte unserer V-Mann einige sehr interessanten Geschichten erzählen - ab diesem Zeitpunkt fühlte ich mich in sicheren Händen :-)
Die ersten Eindrücke von der Elfenbeinküste waren der totale Wahnsinn, schwer zu beschreiben. Ganz anders als in Brasilien. Die Armut ist auch hier überall spürbar, aber irgendwie anders, die Leute scheinen zufriedener. Soweit man dies vom Auto aus beurteilen kann.
Im Hotel angekommen konnte ich feststellen, dass es genau den Angaben im Internet entsprach: Meer, Strand, Palmen und wir die einzigen Hotelgäste... Super :-)
Das Hotel selbst ist nett, bei uns wäre es wahrscheinlich nicht gerade Nobelklasse - aber was solls, habe hier schon Schlimmeres gesehen :-)
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| Ab in die Elfenbeinküste - der Abflug |
14 Juli 2009
+/-0, -1, +?, -17
-1: Ich kann den Duft der Elfenbeinküste schon förmlich riechen :-) Heute Morgen ging es also mit dem Zug bis Bruneck und danach auf Tina weiter bis nach Sappada. Bis Innichen fährt derzeit kein Zug, da uns unser Super-LR bzw. Super-Tommy auch im Hochpustertal mit dem Halbstundentakt beglücken will.
Diesmal hatte ich meine Trinkflasche mit einem neuen Getränk befüllt: leicht angegorenem Apfelsaft. Und ich sage euch, das Zeugs ist der totale Wahnsinn, du trittst in die Pedale wie eine Laborratte auf Entzug - wahrscheinlich aus Angst, dass du es nicht mehr bis zur nächsten Bedürfnisanstalt schaffst...
Gut, in Sappada angekommen wurde lebhaft über den Ausgang unserer Wette diskutiert, zu einem zählbaren Ergebnis sind wir jedoch nicht gekommen. Nach dem Mittagessen (und ein paar Bierchen), ging es dann Richtung Mestre, wo wir bei Bekannten die vielleicht letzte Nacht in Europa verbringen.
+?: Was sind Zigaretten überhaupt?
-17: Ich bin in Wahnsinnsform. Habe den Kreuzbergpass mit einem 12kg-Rucksack bezwungen, der Großglockner wird da nur noch eine Spazierfahrt :-)
Nun denn...
Werde jetzt wohl oder übel meine Rucksackerl packen müssen. Bin schon ganz gespannt, was ich alles vergesse - so lange es aber nicht der Whisky für die Malariaprävention ist ;-)
Heute geht es zunächst mit Tina per Zug von Bozen nach Bruneck. Dort werde ich verächtlich am Kapuzinerwastl vorbei (für ein Gedenktrinken fehlt die Zeit) und weiter nach Sappada treten. Dort muss ich innerhalb 12.30 ankommen, ansonsten wurde mir versprochen, dass ich dorthin gehen kann, wo der Pfeffer wächst - wird schon die Elfenbeinküste sein...
In Sappada werde ich mich dann von Tina trennen und gemeinsam (?) gehts nach Mestre - nochmal in der Zivilisation shoppen :-) Und Morgen um 8.35 Uhr rein in den Flieger und ab in den Süden :-)
Tschüß, ich wünsch euch was :-)
13 Juli 2009
-1, -2, +6, -18
+6: seit sechs Tagen keine Zigaretten mehr gekauft :-)
-18: Man hört Stimmen, die die "Großglockner-Expedition 2009" als gestorben vermelden. "Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren." - Bertolt Brecht
11 Juli 2009
-3, -4, +4, -20
-4: Wo steht das größte Kirchengebäude der Christenheit? http://de.wikipedia.org/wiki/Yamoussoukro.
Was in Wikipedia nicht geschrieben steht: der erste Präsident der Elfenbeinküste, Félix Houphouët-Boigny, hat seine Geburtsstadt Yamoussoukro einfach zur Hauptstadt des Landes bestimmt. Zum Glück gibt's bei uns hier die Schützen, sonst könnten wir schon längst nach Pfalzen pilgern...
+4: Seit 4 Tagen keine Zigaretten mehr gekauft :-)
-20: Meine lieben Großglockner- Zaunkönige, mein nächster Beitrag sei ganz euch gewidmet...
Mein Geburtstag 2009 - Danke :-)
Besonders die nette SMS meiner Muse Johanna mit den drei Bussis's hat mich durch diesen schweren Tag gerettet. Schwerer Tag? Im Laufe der Zeit verändert man sich. Ich kann mich noch gut an einen Geburtstag erinnern, als ich zu vorgerücktester Stunde einen Labada (oder war es doch ein anderer Fruchtbarkeitstanz?) auf dem Dach meines Autos - damals ein suffblauer Autobianchi A112 Elite - unter dem Gejohle der Anwesenden vorführte.
Und zu meinem 36ten? Schweiß treibende, harte, körperliche Arbeit. Den ganzen Tag Holzpfähle in den Boden rammen. War mal eine Idee, als ich um Mitternacht auf dem Kardauner Festplatz stand – immer sind die bierseligen Ideen eben doch nicht die Besten…
Aber immerhin wird dies eine Sache, wie man sie nicht in jedem Garten sieht – individuell und somit gerade richtig für die Mair-Wiesn II ;-)
Und gleichzeitig eine super Gelegenheit für ein Spiel: betrachtet das Foto und ratet wie viele Holzpfähle verbaut worden sind. Wer die Anzahl am genauesten schätzt, erhält ein Mitbringsel aus der Elfenbeinküste. Um teilzunehmen, könnt ihr einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag abgeben oder eine Mail an maiand4@dnet.it schreiben. Viel Spaß beim raten ;-)
Übrigens. Wem die Funktion dieser Holzpfähle nicht ganz klar sein sollte: es handelt sich um meinen eigenen Dance-Floor – habe schließlich und endlich ja keinen Autobianchi mehr…
Dicken Kuss an Johanna :-)
08 Juli 2009
9. Juli 2009 – Mein Geburtstag
Ich bin überzeugt, ihr habt mich alle lieb und möchtet mir eine Glückwunsch-SMS zu meinem Geburtstag schicken. Ich bedanke mich schon im Vorhinein für diesen lieben Gedanken, bitte euch aber, kein Geld in den Rachen der Mobilfunkkonzerne zu werfen, sondern das ersparte Geld dem Verein „Hilfe für in der Elfenbeinküste entführte Hauptmänner e.V.“ zu überweisen ;-)
Falls Morgen trotzdem jemand das unüberwindbare Verlangen verspürt, mir seine Glückwünsche zu überbringen, kann er dies trotz E-Mail, Facebook, Lokalisten.de, Twitter und SMS auch persönlich vollbringen. Einfach der SS12 bis zur Ausfahrt „Kardaun Zentrum“ folgen und sich dann nach dem einzigen Haus mit Fahnenmast erkundigen. Dort bin ich anzutreffen – bei der Gestaltung der Mair-Wiesen II. Helfende Hände sind willkommen und a Bier gib's a :-)
-5, -6, +1, -22
-6: am 15 Juli geht’s los – auf in die Elfenbeinküste. In der Zwischenzeit kenne ich sogar die Flugroute: 8.35 Uhr Start in Venedig (für alle die mich am Flughafen verabschieden wollen), Flug nach Brüssel (klingt logisch, um in den Süden zu kommen, musst vorher in den Norden fliegen...) und danach nach Abidjan im unbekannten Land, der Elfenbeinküste.
Habe in der Zwischenzeit mit vielen Bekannten und Unbekannten über meinen Urlaub gesprochen, das Wissen über dieses Land ist wirklich spärlich. Und auch das Internet gibt nicht viel her. Einzige aktuelle Informationen erhält man von der Fußball-Nationalmannschaft – sonst nicht viel. Beim Giftmüllskandal wurden die Verantwortlichen verurteilt, der Bürgerkrieg ruht seit zwei Jahren, der Einsturz einer Stadiontribüne vor einigen Monaten ist für unsere schnelllebige Zeit auch nicht mehr interessant...
Um dieser allgemeinen Unwissenheit entgegen zu treten, werde ich in den nächsten Tagen hier einiges zur Geschichte und zu den aktuellen Geschehnissen in der Elfenbeinküste veröffentlichen – schließlich sollen meine Leser darüber informiert sein, in welchen Winkel der Welt es mich verschlagen hat :-)
+1: ein Tag ohne Rauch – von Räucherstäbchen, Duftkerzen und Autoabgasen mal abgesehen...
-22: Start der „Großglockner-Expedition“ - ich bin mal gespannt :-)))
Die „Schlauchflicker-Party“ und „Nacht der Elfenbeinküste“
Die Globalisierung verlangt es: man muss flexibel sein. Deshalb wurde am letzten Samstag die „Schlauchflicker-Party“ in der Mair-Wiesen kurzfristig abgesagt und ein „Wet-T-Shirt and wet Pants“-Contest durchgeführt.
Eindeutiger Sieger beim „Nasse-Hose-Wettbewerb“: MalleKalle mit ca. 5 Litern Wasser bis in den entlegensten Hautlappen.
Beim „Nasses-Leibchen-Wettbewerb“ war die Chefin der Bar „Dany“ nicht zu schlagen. Die Siegermenge lag hier bei ca. 2 Litern – zugegebenermaßen sehr heimtückisch – über den Kopf gegossenen Wassers.
Diese Mengen wären leicht zu übertreffen gewesen, aber ganz nach dem Spruch „Der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht“, wurde der Wettbewerb nach der Zerstörung des ersten Kristallkruges (kostet zugegebenermaßen nicht so viel wie ein Blumentopf aus Ton) abgebrochen – besonders da noch eine Hand am zerbrochenen Krug hing...
Am Abend wurde ein weiterer Wettbewerb durchgeführt: „The best beam me up in the Town“. Auf Platz eins und zwei bei diesem Wettbewerb Mäuschen mit ihren jeweils 10000ckal-Kreationen eines „Ananas-Tiramisu's“ und eines Tiramisu's aus (genmutierten?) Waldbeeren.
Ein großes Dankeschön an allen Erschienenen und einen besonderen Dank jenen, welche mir mein Geburtstagsgeschenk schon frühzeitig vorbei gebracht haben – man kann ja nie wissen :-). Und das Beste? Aus erlauchtem Munde wurde - nach mehrmaliger Nachfrage, aber immerhin - mitgeteilt, dass das Feeling - bekanntlicherweise kommt und geht das ja wie es will - am Kalterer See in frühester Frühe das beste ist :-) Gruß an die beiden "Heimlich-Treter" ;-)
Ich hoffe dass alle ihren Spaß hatten. Da die Mair-Wiesen demnächst dem Erdboden gleich gemacht wird (hoffentlich darf ich die Sprengungen durchführen), folgt die nächste Einladung sicherlich bald – spätestens wenn es heißt „Die lange Nacht der 1789 schönsten Fotos der Elfenbeinküste“ ;-)
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| Die Schlauchflicker-Party und Nacht der Elfenbeinküste |
02 Juli 2009
Minus 13 - Neues aus der Elfenbeinküste
Kürzlich habe ich auch eine Mail an die deutsche Botschaft in Abidjan geschrieben um zu hinterfragen, ob ich sicherheitshalber meinen Schützensäbel zur Selbstverteidiungug mitnehmen soll. Nun ja, die Deutschen haben innerhalb von 5 Stunden geantwortet während die Antwort der italienischen Botschaft seit ca. einem Monat aussteht - werden schon von den amurösen Abenteuern ihres Ministerpräsidenten gefesselt sein.
Aber auch die Antwort der deutschen Botschaft war nicht gerade der Weisheit letzter Schluss:
"Sehr geehrter Herr Mair,
Vielen Dank für Ihre o.g. e-mail. Informationen zur aktuellen Lage der Côte d'Ivoire bzw. Reisehinweise finden Sie auf der
Website des Auswärtigen Amts: http://www.auswaertiges-amt.de/
sowie auf der Homepage der Botschaft: http://www.abidjan.diplo.de/.
Wie Sie daraus ersehen werden, ist die Sicherheitslage z.Zt.zufriedenstellend. Die üblichen Vorsichtsmassnahmen
hinsichtlich Gewaltkriminalität sollten nichtsdestotrotz getroffen werden."
Nun ja, diese beiden Seiten besuche ich seit einem Monat ca. 20x täglich...
Weiterer Punkt ist die Malariageschichte. Nachdem die Wirkung meiner Impfungen auch nur ca. eine Woche lang Spass gemacht und nachher eher Panikreaktionen hervorgerufen hat, lasse ich die Malariaprophylaxe mal bleiben. scheinbar sind bewustseinsverändernder Reaktionen und Depressionen möglich, glaube kaum, dass sich meine alljährliche Sommerdepression mit einer anderen Depression recht gut verträgt ;-)
Unser Mann vor Ort hat mir ein mir angenehmeres Malariamittel ans Herz gelegt: Whisky soll gegen die Blutsauger helfen. Ist zwar nicht mein Lieblingsgetränk, für die Gesundheit jedoch dies und noch viel mehr :-)
Immerhin kenne ich nun unser Hotel: www.laplaya-ci.com. Des Französischen und Spanischen nicht mächtig, bedient sich der moderne Mensch des Online-Übersetzungsdienstes von Google. Nachstehend die Beschreibung des Restaurants:







