Gestern stand ein Besuch des nächtlichen Abidjan auf dem Programm. Unser V-Mann hatte mal wieder alles bis in das kleinste Detail organisiert und holte uns am Abend in Grand Bassam ab.
Die Straße zwischen Abidjan und Grand Bassam ist der schiere Wahnsinn. Entlang der Strecke - ca. 30 Kilometer - stehen hunderte Marktbuden, an denen von Kleintieren bis Tischlererzeugnissen alles angeboten wird. Natürlich gibt es auch hunderte Besucher, aber leider keine Beleuchtung und keinen Gehsteig. Und in der Elfenbeinküste sind sie genau: 12 Stunden hell und 12 Stunden dunkel - da sind sie total unflexibel. Und nun stellt euch mal hunderte kohlschwarze Marktbesucher längs einer pfeilsgeraden Strecke ohne Gehsteig in kohlschwarzer Nacht vor... Oder noch schlimmer: dutzende kohlschwarze Radfahrer auf einer kohlschwarzen Straße ohne Rücklicht.
Abidjan selbst ist ein einziges Abenteuer. Eine Millionenstadt (ca. 6 Mio. Einwohner) an einer Lagune gelegen und an allen Einfallstraßen mit Kontrollposten - so genannten "Barrages" - versehen. Und diese werden um Mitternacht dicht gemacht. Und wenn du auf der falschen Seite bist, haste eben Pech gehabt. Aber scheinbar lässt sich mit 2000 Franc viel regeln. Diese Kontrollposten wurden zu Bürgerkriegszeiten eingeführt und da man in einem afrikanischen Land nie so recht wissen kann, zu welchem Zeitpunkt der nächste Konflikt losbricht, wurden diese Kontrollen beibehalten.
An diesen Kontrollposten herrscht das totale Chaos: schwer bewaffnete Soldaten, welche willkürlich Autos aufhalten, gestresste Autofahrer die hupend links und rechts vorbeidrängeln, Lastwagen die keine Rücksicht auf ihre kleinen Leidensgenossen nehmen und dazwischen immer wieder Wanderhändler, die mitten auf der Straße ihre Waren feil bieten. Der Bozner Bahnhofsplatz erscheint dir hier wie der Pausenhof einer Klosterschule...
In Abidjan selbst fuhren wir zuerst zu einer italienischen Freundin unseres V-Mannes. Dort gab es italienischen Prosecco, italienische Salami und italienischen Parmesan-Käse - eine wirklich willkommene Abwechslung nach den ganzen Meeresfrüchten und exotischen Früchten der letzten Tage :-)
Zum Abendessen ging es zu einem Vietnamesen, eines der Top-Lokale von Abidjan. Hier gesellte sich ein Franzose zu uns. Irgendwie habe ich den Verdacht, dass die Weissen, die in der Elfenbeinküste arbeiten, mehr als 1500€ monatlich verdienen. Sie sind entweder im Ersatzteilhandel oder - vielsagend - im Import/Export tätig.
Nach dem Abendessen ging es in ein deutsches Lokal, zum Walter. Das war eine Gefälligkeit mir gegenüber, damit ich mal wieder in meiner Muttersprache palavern konnte. Im Gespräch hat mir Walter erzählt, dass in Abidjan nur noch ca. 40 Deutsche leben - Schäferhunde inklusive. Glücklicherweise hatte er zumindest ein anständiges Bier - Weißbier aus der Dose...
Die Rückfahrt war dann richtig aufregend: überall Straßensperren und schwer bewaffnete Polizisten und einen rießigen Stress um nich rechtzeitig die Barrage zu erreichen. Wir haben es geschafft, danach gabs noch ein Bierchen in der örtlichen Disco. Wurde noch nie so gut behandelt, es wurde sogar ein Tisch für die "Blanches" geräumt. Ist zwar ein bisschen rassistisch, aber was solls :-)
Die Straße zwischen Abidjan und Grand Bassam ist der schiere Wahnsinn. Entlang der Strecke - ca. 30 Kilometer - stehen hunderte Marktbuden, an denen von Kleintieren bis Tischlererzeugnissen alles angeboten wird. Natürlich gibt es auch hunderte Besucher, aber leider keine Beleuchtung und keinen Gehsteig. Und in der Elfenbeinküste sind sie genau: 12 Stunden hell und 12 Stunden dunkel - da sind sie total unflexibel. Und nun stellt euch mal hunderte kohlschwarze Marktbesucher längs einer pfeilsgeraden Strecke ohne Gehsteig in kohlschwarzer Nacht vor... Oder noch schlimmer: dutzende kohlschwarze Radfahrer auf einer kohlschwarzen Straße ohne Rücklicht.
Abidjan selbst ist ein einziges Abenteuer. Eine Millionenstadt (ca. 6 Mio. Einwohner) an einer Lagune gelegen und an allen Einfallstraßen mit Kontrollposten - so genannten "Barrages" - versehen. Und diese werden um Mitternacht dicht gemacht. Und wenn du auf der falschen Seite bist, haste eben Pech gehabt. Aber scheinbar lässt sich mit 2000 Franc viel regeln. Diese Kontrollposten wurden zu Bürgerkriegszeiten eingeführt und da man in einem afrikanischen Land nie so recht wissen kann, zu welchem Zeitpunkt der nächste Konflikt losbricht, wurden diese Kontrollen beibehalten.
An diesen Kontrollposten herrscht das totale Chaos: schwer bewaffnete Soldaten, welche willkürlich Autos aufhalten, gestresste Autofahrer die hupend links und rechts vorbeidrängeln, Lastwagen die keine Rücksicht auf ihre kleinen Leidensgenossen nehmen und dazwischen immer wieder Wanderhändler, die mitten auf der Straße ihre Waren feil bieten. Der Bozner Bahnhofsplatz erscheint dir hier wie der Pausenhof einer Klosterschule...
In Abidjan selbst fuhren wir zuerst zu einer italienischen Freundin unseres V-Mannes. Dort gab es italienischen Prosecco, italienische Salami und italienischen Parmesan-Käse - eine wirklich willkommene Abwechslung nach den ganzen Meeresfrüchten und exotischen Früchten der letzten Tage :-)
Zum Abendessen ging es zu einem Vietnamesen, eines der Top-Lokale von Abidjan. Hier gesellte sich ein Franzose zu uns. Irgendwie habe ich den Verdacht, dass die Weissen, die in der Elfenbeinküste arbeiten, mehr als 1500€ monatlich verdienen. Sie sind entweder im Ersatzteilhandel oder - vielsagend - im Import/Export tätig.
Nach dem Abendessen ging es in ein deutsches Lokal, zum Walter. Das war eine Gefälligkeit mir gegenüber, damit ich mal wieder in meiner Muttersprache palavern konnte. Im Gespräch hat mir Walter erzählt, dass in Abidjan nur noch ca. 40 Deutsche leben - Schäferhunde inklusive. Glücklicherweise hatte er zumindest ein anständiges Bier - Weißbier aus der Dose...
Die Rückfahrt war dann richtig aufregend: überall Straßensperren und schwer bewaffnete Polizisten und einen rießigen Stress um nich rechtzeitig die Barrage zu erreichen. Wir haben es geschafft, danach gabs noch ein Bierchen in der örtlichen Disco. Wurde noch nie so gut behandelt, es wurde sogar ein Tisch für die "Blanches" geräumt. Ist zwar ein bisschen rassistisch, aber was solls :-)

1 Kommentar:
Hey Blanch, kimm jo net af die Idee do entn zu bleibm!
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