16 November 2009

In der Toskana aufgeschnappt - Villa Clodia

Am nächsten Tag ging es weiter Richtung Süden. Zunächst noch auf der Schnellstraße und durch den Morgennebel, bald durch die Hügel der Maremma und strahlendem Sonnenschein.

Nachdem wir einige Zeit durch die Gegend gekurvt waren, kamen wir in Scansano an, jenem Dörfchen, welchem der "Morellino di Scansano" seinen Namen verdankt. Und zufälligerweise stand da direkt neben der Straße die örtliche Kellereigenossenschaft. Somit begann hier auch der Tag, der als "Der Tag der rauchenden Bancomat-Karten" in die Geschichte eingehen wird.

Nachdem ich mir fast einen Bruch vom Weinkartonschleppen geholt hatte, ging es zunächst mal wieder Retour Richtung Küste. In der Kellerei lag nämlich gut positioniert ein Werbeprospekt der "Antica sartoria di Maremma" - und die hatte gerade Schnäppchenwoche...

Neben dieser Schneiderei stand die örtliche Ölmühle, in welcher gerade an diesem Tag die große Olivenpressung auf dem Plan stand. Also nichts wie rein und mal ganz professionell nach den örtlichen Arbeitsschutzmaßnahmen sehen. Nun denn, die Verkäuferin war noch viel professioneller, und so holte ich mir auch noch einen Bruch vom Olivenölkanisterschleppen... Somit war mein Urlaubsbudget bereits weg, noch ehe ich überhaupt an meinen Reiseziel angekommen war.

Endlich ging es - diesmal mit Scheuklappen bestückt - weiter Richtung Saturnia - jenem Dorf, in dem es keine Schande ist, nach faulen Eiern zu stinken...

Unser Quartier lag diesmal in der "Villa Clodia", nett gelegen mitten in Saturnia, mit einer gewaltigen Aussicht auf die Umgebung. Und mit einer Top-Ausstattung: Sauna, Dampfbad, Fitnessraum und - für die wärmere Jahreszeit - ein Freibad. Das Ganze ist zwar nicht ganz günstig, dafür aber umso romantischer :-)
Und das Frühstück ein wahres Gedicht. Da stehste freiwillig schon früher auf, damit ja nichts versäumst. Absoluter Höhepunkt: täglich frisch gelieferte Ricotta mit warmen Honig - ein Gedicht...
In der Toskana aufgeschnappt - Villa Clodia

Keine Kommentare: