Fruehmorgens um 7.00 Uhr gings weiter, obwohl es sicherlich interessant gewesen waere, die offenherzigen Wirtstoechter in ihrem Sonntagsgewaendchen zu sehen :-) Bei diesen Temperaturen sind die Morgenstunden aber Goldes wert.
Da ich den weiteren Verlauf des Radweges schon am Vorabend aus den Augen verloren hatte, gings mal ganz unmotiviert durch die Gegend. Schliesslich traf ich auf den Radweg Richtung Verona, und rein theoretisch liegt das ja auch suedlich.
Nach einigen Kilometern war ich in Verona angekommen, wo es mal zum genuesslichen Fruehstuecken im Schatten der Arena ging.
Und hier nahm das Unglueck dann auch seinen Lauf - Verona ist eben die Stadt in der Tragoedien angesiedelt sind... Ungefaehr 4 Stunden vergingen, bis ich endlich wieder aus der Stadt draussen war...
Und hier meine erste Weisheit fuer Radfernreisen: Halte dich von Staedten fern - unnoetiger Zeitverlust.
Gegen 13.00 Uhr war ich in Valeggio sul Mincio angekommen, von wo weg ich auf meinen erstanden Reisefuehrer mit dem klangvollen Namen "Ciclopista del Sole - in bicicletta dal lago di Garda a Firenze" zaehlen konnte. Dieser kann uebrigens gegen einen kleinen Unkostenbeitrag bei mir ausgeliehen werden ;-)
Laengs des Mincio gings also Richtung Mantua, wo ja auch ein anderer beruehmter Sued-Tiroler begraben liegt. Der Radweg selbst ist ungefaehr so interessant wie der Radweg zwischen Bozen und Salurn - Abwechslung ist hier nicht vorhanden.
Mantua ist aber sicherlich einen Abstecher wert, bereits der Anblick der beiden Stadtseen lassen Urlaubsstimmung aufkommen :-)
Leider hatte wurde meine erste Radfahrerweisheit zur Gaenze bestaetigt, aber mit Hilfe meines Radfuehrers und meines Kilometerzaehlers wurde es dann doch was.
Und hier meine zweite Radfernreisenweisheit: suedlich der Salurner Klause existiert keine Mindestbreite fuer Radwege. ruhig mal dem Fuehrer vertrauen...
Immer auf dem Damm des Mincio gings Richtung Sueden, bis es mal wieder Zeit zur Herbergsuche wurde - diesmal in Governolo.
Nach einer kurzen Tour durch das Dorf Panik pur: gibs hier ueberhaupt eine Absteige? Der freundlichen Unterstuetzung einiger Einheimischer ist es zu verdanken, dass ich das "Maison des amis" gefunden habe, diesmal wohl Kategorie "Stundenmotel"...
Ueber das Zimmer wollen wir mal keine Worte verschwenden, das Essen war aber sehr bereichernd: Kuerbis-Tortelli mit Salsiccia Mantovese war eine sehr interessante Kombination, die Tagliata auch gut. Sehr gut: Lanbrusco mantovano. 30€ sind hier sicherlich akzeptabel.
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| 20100711 - Von Bussolengo nach Governolo |






