30 Juni 2010

"Muttersprache, wohin?" oder "Ein Schelm, wer Böses dabei denkt"

Wer aufmerksam durchs Leben schreitet, trifft manchmal schon auf urkomische Situationen. So zum Beispiel gestern, als mein leerer Kühlschrank und mein leerer Magen nach ein bisschen Gesellschaft bettelten.
Ich war gerade mit der Auswahl der Nudel beschäftigt, als vom Nebengang her laut und deutlich vernehmbar war: "Mir brauchen weisse piselli". Aha.

Ich kann mich noch gut an eine Situation in meinem Leben erinnern, als ich ausgelacht wurde, weil ich die "Erbsengasse" in Bozen mit "Vicolo dei piselli" übersetzte. War seinerzeit auch nicht ganz falsch, weil dort dazumal gerade das "Casavova" eröffnet hatte ;-)

An der Bezahlstelle traf ich dann wieder auf diese beiden jungen und zugegebenermaßen äußerst hübschen Damen, welche für meinen Geschmack jedoch ein bisschen hektisch und laut unterwegs waren. Und so konnte ich zwischen meinem Gespräch mit der (un)sympathischen Kassiererin unfreiwillig nur den folgenen Satzfetzen hören "...du mochschs mir jo a oft". Aha. Aber oft trügt eben der Schein und es braucht eben alle Informationen um eine Situation korrekt beurteilen zu können. An dieser Stelle ein Gruß an Johanna ;-)


29 Juni 2010

Einladung zum Abend des Rasenmähens

Schon im großen Buche der Mair-Wiesen II stehet geschrieben:
"Sobald ein neuer Mäher des Rasens bricht einen Halm des Grases deines Feldes, sollest du feiern ein Fest mit deinen Freunden und Bekannten, und öffen den Schranke der kühlt, und herausnehmen die Sachen die in Kürze von uns gehen und diese anbieten den Leuten die gekommen, damit diese Sachen diesen Leuten Freude und Labsal bereiten, damit sie haben Kraft für die lange Zeit, in der du dir die sizilianische Sonne auf deinen Bauch und dein spärlich behaartes Haupte scheinen lässt."

Weiters steht geschrieben:
"Und zu trinken sollest du ihnen geben dieses Getränk mit italienischem weissen Weine der perlt und dazu sollest du geben den eingedickten Saft der weissen Blüte und nehmen die Blätter dieser grünen Pflanze die in deinem Garten wächst, damit sie in deiner Abwesenheit nicht wuchert und den Trompeten der Engel die Sonne und die Kraft nimmt."

Auch interessant:
"Sollten deine Freunde und Bekannten spätabends nicht mehr finden den Wege heim, dann sollest du zu deinem tätowierten Nachbarn gehen und dir leihen einen seiner Hunde, damit diese Hunde geleiten deine Freunde und Bekannten sicher nach Hause."

Lasst euch also an diesem Donnerstag, 1. Juli bei mir in Kardaun blicken, dann gibs mindestens wos zu trinken. Des isch a gleichzeitig meine offizielle Geburtstogs/Einweihungs/Ab in den Urlaub-Feier, eingloden seids also worden, will drnoch nix mehr hearn. Anmeldung trotzdem erwünscht ;-)

Grüße derweilen

PS: Teilnehmerzahl aufgrund der beschränkten Anzahl an zur Verfügung stehenden Tellern auf 6 Einheiten beschränkt.


Woran erkennt man eigentlich...

...dass die italienischen Fußballer bei der WM bereits ausgeschieden sind?

Weil auf dem Radweg Innichen-Lienz wieder das totale Chaos herrscht...

Immerhin scheint azzurblau im Sommer 2010 nicht eine Modefarbe zu sein. Am Samstag zumindest, als ich mit meiner getreuen Tina von Innichen Richtung Lienz pedalierte, gab es nur einen Verwegenen, der sich mit dem Dress des Ex-Weltmeisters sehen ließ.
Dafür gab es dutzende andere, welche sich wie einfallende Horden auf den Weg Richtung Lienz machten.
Nachdem ich beinahe einige italienische Großfamilien auf empfindliche Weise reduziert hätte (mit meinen 8x kg bin i uanfoch a bissele schneller), kam ich endlich in Lienz an, wo ich von einem herzlichen "Benvenuti a Lienz" begrüßt wurde.
Nachdem der Suche nach der deutschen Übersetzung kein Erfolg beschienen war, machte ich mich wieder auf dem Rückweg um mein Geld in Süd-tirol auszugeben, damit unsere Wirtschaft gedeihe und ein kleiner Teil meiner Ausgaben doch dem AVS zufließen möchte, damit er endlich doch diese 2-sprachigen Wegebeschilderung anbringen möchte womit wir dann auch so touristenfreundlich wie unsere Nachbarn wären.

Mit dem beruhigenden Wissen, dass sich auch andere um des Tourismus Willen prostituieren gings wieder Richtung Heimat, nicht ohne ein paar p.... c... zum Besten zu geben, sobald mal wieder eine/r auf meiner Seite des Radweges  auftauchte ;-)


Der süße Duft der Freiheit

Nachdem in den letzten Monaten mehrere tropische Wirbelstürme biblischen Ausmaßes (die bösen sind immer weiblich...) meine (Schreib)Lust unter einer meterhohen Schlammschicht begraben hatten, erfüllt mich das Wissen um meine kurz bevorstehende 4-wöchige Büro-Abwesenheit wieder mit neuer Kraft und Lust :-)
Schaut also die nächsten Tage und Wochen wieder regelmäßig vorbei, wenn es dann heiß: "Ein Süd-Tiroler auf Sizilien" :-)


Der Spruch zu heutigen Tag - Ein Nachtrag

Um etwaige Gerüchte um Verstummen zu bringen: leben tu ich noch und auf Nummer sicher bin ich auch gegangen ;-)