29 August 2011

Ab in den Süden – 29. August 2011

Werte Landsmänner und Landsmännerinnen. Wie ich Euch beneide!!!

Ihr sitzt wahrscheinlich entspannt in euren klimatisierten Büros auf ergonomisch geformten Bürostühlen, während ich bei Schweiß treibenden 37 Grad gefühlte Ewigkeiten - auf 20 Quadratzentimetern sitzend - unendlich lange Sandstrände entlangtrete, nichts anderes sehend als Sand und Meer – und so manches leicht bekleidete Mädchen…

Und leicht bekleidete Mädchen sind hier massig vorhanden – nicht nur der Anzahl wegen… Da denkt man gerne an Johanna, welche mit ihrer wahrlich raren Schönheit eine Bereicherung eines jeden sizilianischen Strandes wäre :-)

Hier einige Eindrücke aus der Gegend. Sicherlich könnt ihr meine Pein verstehen :-)

Ab in den Süden - Teil 1


23 August 2011

Ab in den Süden – 23. August 2011

Tina ist da!!! Heute ist Tina angekommen – ganz wie versprochen. Also rasch runter in die Stadt zur Wiedersehensfeier.

Scheinbar war die Reise aufregend und ist ihr auf den Magen bzw. die Kette geschlagen. Wie bitte kommt ein Knoten in eine Kette?!?

Nachdem ich mit Unterstützung meiner Reisebegleitung Rad samt Karton die ca. 230 Stufen zu unserem Domizil heraufgeschleppt hatte, gings mal ans Grübeln und Studieren. Doch auch nach geraumer Zeit des Fummelns war der Knoten immer noch in der Kette…

Was blieb anderes übrig, als einen örtlichen Fahrraddoktor um Rat zu fragen? Wenn’s diesen geben würde – 60.000 Einwohner und keine Fahrradwerkstätte…

Nach einigen Telefonaten bei Personen, die jemanden kennen, deren Bruders Schwager irgendjemand kennt, der sich mit Fahrrädern beschäftigt, stand mein Mann auch schon vor der Tür – DER autodidaktische Selfmade-Fahrrad-Guru Modica’s :-)

Leider waren auch seine Anstrengungen nicht von Erfolg gekrönt, den Knoten aus der Kette hat er zwar unter Zuhilfenahme des Kettennieters entfernt, der Kettenspanner war aber nicht mehr dazu zu bewegen, die Kette zu spannen…

Aber er wusste die Lösung: in Pozzallo – ca. 20 Km von Modica entfernt – da gibt’s einen, der kennt sich sicherlich aus. Und da er als Autodidakt immer dazulernen will, fährt er mich samt Tina runter und auch wieder rauf – all diese Freundlichkeit werde ich schon meiner sympathischen Ausstrahlung zu verdanken haben…

Immerhin, der Mann in Pozzallo hat mich bzw. Tina von unseren Leiden erlöst, und Fabio,der Autodidakt, mich wieder – kostenlos – nach Modica gebracht – eine sympathische Ausstrahlung ist eben Goldes wert :-)

22 August 2011

Ab in den Süden – 22. August 2011

Heute ging’s also ab in den Süden, voraussichtlicher Abflug um 14.00 Uhr ab Verona – voraussichtlich. Geworden sind es drei Stunden Verspätung, keine Ahnung wieso oder weshalb. Macht ja nix, bei 4 Wochen Urlaub fallen drei Stunden ja nicht unbedingt ins Gewicht :-)

Zur Begrüßung gab’s in Catania schon mal einen spektakulären Sonnenuntergang – hat das Warten auf den Linienbus ungemein verkürzt.

Glücklicherweise war unser Busfahrer ein ungemein erfahrener Mann, welcher Zigaretten rauchend, mit dem Mobilfunktelefon jonglierend und in frenetischer Weise die Lichthupe bedienend, so manches langsameres bzw. sich an die Strassenverkehrsordnung haltende Vehikel aus dem Weg räumte – Willkommen auf Sizilien und willkommen meine ersten sizilianischen Schweißausbrüche :-)

Gegen zehn Ankunft in Modica – dort wo’s die gute Schokolade gibt :-) - wo uns Saro – gut gelaunt wie immer – in Empfang nahm. Endlich angekommen…

Tina war in der Zwischenzeit in Bologna angekommen und auch schon wieder Richtung Catania gestartet – sieht verry gut aus :-)

19 August 2011

Tage der Planlosigkeit: 12. Juli 2010 - Von Governolo nach Bologna

Kennt jemand Nonantola? Oder Castelfranco Emiliano? Ich schon. Seit heute. Ist sowas wie mein persönliches Waterloo.

Ein gewisser Herr Regionenminister sollte mal ein bisschen durch das restliche Italien wandern, bevor er sich über die einsprachige Wegebeschilderung in Südtirol aufregt - zumindest gibts eine Beschilderung...

Nach dutzenden unnützen Kilometern durch die Pampa der Poebene bei gefühlten 50 Grad im Schatten, ist mir die Lust auf den Appennin gründlichst vergangen. Habe mich irgendwie nach Bologna (sicherheitshalber mit dem Zug zur Vorbeugung gröberer Tobsuchtsanfälle) durchgeschlagen und mir ein nettes Zimmer zur Aufmunterung der geschundenen Seele gesucht. Morgen bekommt Tina einen Schlafsack und dann gehts per Zug nach Sizilien (war ein Befahl vom obersten Generalstabskommando…). Denn wenn die Radwege-Situation im "zivilisierten" Norden schon so hoffnungslos ist, trau ich mich an den Süden erst gar nicht zu denken...

Das Zimmer war übrigens sehr nett, samt Dusche mit eingebautem Farbspiel zur Entspannung – habe ich in der Zwischenzeit bei mir auch eingebaut ;-)

Ab in den Süden – 19. August 2011

Nun war es soweit. Nach unendlich erscheinenden Wochen und Tagen war er endlich da: der letzte Arbeitstag vor meinem langen Sommerurlaub.

Einer alten Tradition folgend, gab es natürlich eine Einladung zu einem kleinen Abschiedsumtrunk für alle meine Mitarbeiter – was mir und meiner Geldbörse bei insgesamt 4 Anwesenden auch gar nicht schwer fiel :-)

Tina hatte sich schun zu Mittag auf den langen Weg in das südlichste Süditalien bzw. das nördlichste Nordafrika gemacht. Wenn alles nach Plan läuft bzw. Poste italiane ihr Versprechen halten, gibt es am Dienstag ein Wiedersehen in Modica.

Stimmt, wie letztes Jahr ist auch heuer wiederum Sizilien das Ziel aller (Urlaubs)träume, diesmal jedoch per Flugzeug – aus Erfahrung sollte man ja bekanntlich klug werden…

Aber wie war das überhaupt in jenen verhängnisvollen Tagen im Sommer 2010, als ein blonder Jüngling den Stiefelstaat mit seinem Rad bezwingen wollte und Tiroler Schweiß den Boden norditalienischer Pseudoradwege tränkte? Wagen wir eine Blick zurück.