29 September 2012

Die gelbe Gefahr

Als ich in meinen Jugendjahren in den Sommermonaten ein bisschen Geld mit verschiedenen Arbeiten in einem Betrieb verdiente, hatte ich des Öfteren das Vergnügen, den Erzählungen eines älteren Herrn zu lauschen, welcher auch in diesem Betrieb seiner Beschäftigung nachging.
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir seine Erzählung von der "Gelben Gefahr": "Du Bua, heast. Kennst die gelbe Gefahr? Na? Iats stell dir mol fur olle Chinesen nemmen a Messer in die Hond und fungen un zu lafen! Wer holtet de au?!?"

Seitdem sind einige Jahrzehnte vergangen und die Chinesen haben es sicherlich nicht mehr nötig mit Messern bewaffnet zu laufen - heutzutage führen sie ihre Eroberungsfeldzüge viel subtiler mit Geld durch...


Nun hat der Begriff "Gelbe Gefahr" eine vollkommen neue Bedeutung erhalten: seit heute bin ich stolzer Besitzer eines kanarienvogelgelben Fahrrades, Modell "Panzer", Rahmen aus 100% deutschem Krupp-Stahl, ohne technischem Schnickschnack wie Federung oder Scheibenbremsen, dafür ein Kampfgewicht von gefühlten 100 Kilo (zu welchen meine Wenigkeit addiert werden muss), Bremsweg auf den mit Herbstlaub bedeckten finnischen Radwegen - je nach Geschwindigkeit - 100m bis ∞ - wenn das Teil erst mal in Bewegung ist, bricht bei den umherziehenden Rentier-Herden die pure Panik aus...


Werd mich wohl mal sicherheitshalber kundig machen, ob meine Versicherung auch im Ausland greift :-)








Keine Kommentare: