20 Dezember 2013

Grüße aus Unten - Auf großer Reise

Vorwort: Ein großes Dankeschön Alljenenwelchen, die sich auch ohne Androhung körperlicher Gewalt zur Beförderung von Mensch und Material zum Flughafen "Marco Polo"/Venedig bereit erklärt haben. Schlussendlich wurde aufgrund der noch zu erlernenden 210508 Englisch-Vokabeln einer Anreise auf der Schiene bevorzugt.
Es besteht jedoch durchaus die Möglichkeit der Beförderung von Menschen und Materialien vom Flugplatz "Marco Polo"/Venedig nach Bozen an einem noch zu definierenden Tag im Jänner 2014.
Interessenten können sich ab sofort an einer meiner zahlreichen Email-Adressen anmelden,  aufgrund der zu transportierenden Materialmenge scheinen Besitzer von Kleinwagen nicht geeignet.

Unter Blinden ist der Einäugige König: Auf dem Flug von Dubai nach Adelaide traf ich auf ein italienisches Paar als Sitznachbarn. Offensichtlich erfolgte ihre Anreise zum Flugplatz mit dem Auto und so waren sie der meinerseits im Zug erlernten 210508 Englisch-Vokabeln nicht mächtig.
Nachdem wir uns alle drei vergeblich mit der Suche der Kopfhörerbuchse des Unterhaltungssystem beschäftigt hatten, wurde ich mit der Kontaktaufnahme mit der Flugbegleiterin beauftragt. Ganz Mann von Welt verpackte ich also die mir am geläufigsten Englisch-Vokabeln in einen Satz und wies die Flugbegleiterin auf unser Dilemma hin - nicht ohne wie verrückt mit dem Kopfhörerstecker vor ihren Augen umherzufuchteln. Es ist nicht vollständig geklärt, ob die nette Dame meine Worte oder meine Gesten zu deuten wusste, meine Bemühungen waren jedoch von Erfolg gekrönt und für meine Sitznachbarn war ich für den Rest des Fluges erste Ansprechperson in Sprachangelegenheiten.
So auch als es darum ging, die "Incoming passenger card" auszufüllen, einen Vordruck, mittels welchem Daten - z.B. ob man verbotene Drogen oder Pornographie mitführt - abgefragt werden. Als voraussehender Mensch und unter Kenntnis der rigiden australischen Einreisebestimmungen hatte ich mich natürlich schon zu Hause ausreichend mit dieser Thematik beschäftigt und sei es die englische als auch die deutsche Version auf mein iPad geladen - es war mir demnach ein Leichtes, wiederum mit meinen "Englischkenntnissen" zu beeindrucken...

Auf australischem Boden: Nach endlos erscheinenden Stunden, in denen in mir auch die Überzeugung gereift ist, dass Gernflieger zu Hause im Kasten Peitschen, Handschellen und anderes Zeugs aufbewahren, betrat ich endlich Australiens Boden.
Zunächst ging es zur Passkontrolle. Und bereits hier beschlich mich ein leises Unbehagen: irgendwie klangen die hier gesprochenen Worte bei weitem nicht wie in der Lernsoftware... Australier sind jedoch freundliche Mitmenschen und so durfte ich nach längerem, ziemlich einseitigem Gespräch die Passkontrolle verlassen.
Endlich angekommen! Denkste. Am Gepäckband wurde ich von einem Uniformierten angesprochen, verstanden habe ich zwar nichts, die Wahrscheinlichkeit, dass er mich zu meinem Gepäck befragte, war jedoch durchaus gegeben. Bereitwillig zeigte ich ihm meine Papiertüte mit Bäckereien eines großen Südtiroler Waffelproduzenten. Nach längerem, ziemlich einseitigem Gespräch, durfte ich weiter.
Endlich angekommen! Denkste. Nach ca. 10 Metern wurde ich von einer Uniformierten angesprochen. Verstanden habe ich zwar nichts, die Wahrscheinlichkeit, dass sie mich zu meinem Gepäck befragte, war jedoch durchaus gegeben. Bereitwillig zeigte ich ihm meine Papiertüte mit Bäckereien eines großen Südtiroler Waffelproduzenten. Nach längerem, ziemlich einseitigem Gespräch, durfte ich weiter.
Endlich angekommen! Denkste. Nach ca. 10 Metern wurde ich von einer Uniformierten angesprochen. Diesmal konnte ich sogar einige Worte verstehen und in meinem Kopf zu einem sinnvollen Ganzen zusammenfügen: Drogenkontrolle... Nachdem mich die australische Version eines Drogenhundes ausgiebig beschnüffelt hatte, ging es endlich weiter zum Ausgangsbereich: Endlich angekommen!

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